Ob es die mobile Sauna, die am Dienstag am Rofa-Stadion vorgefahren war, gebraucht hätte? Wohl nicht, denn die Starbulls sind auch ohne Aufguss schon heiß genug aufs Eishockey-Derby: An Allerheiligen wird es diesmal im Eisstadion richtig laut, wenn die Starbulls Rosenheim in der DEL2 den EV Landshut empfangen. Seit Wochen ist das Duell der beiden Erzrivalen ausverkauft und vor allem die Hausherren haben sich eingeschworen: Insgesamt stecken ihnen sechs Derby-Niederlagen in Serie in den Trikots, weshalb Trainer Jari Pasanen auch klar anspricht, dass es „da noch ein paar offene Rechnungen gibt“.
Die Starbulls wollen den Lauf der letzten Wochen ins Derby mitnehmen. In den letzten sieben Spielen wurde stets gepunktet, bis auf die Penalty-Niederlage in Selb gab es ausschließlich Siege. Die Defensivleistung rund um den herausragenden Torhüter Oskar Autio (drei Shutouts im Oktober) ist derzeit richtig stark, das Powerplay deutlich verbessert. Die Voraussetzungen auf ein Ende der Landshut-Negativserie stehen also gar nicht schlecht. Zumal Pasanen alle Mann an Bord hat. „Es wird sicherlich ein kampfbetontes und intensives Spiel“, weiß der Rosenheimer Coach vorab schon. Das war auch schon das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison, als die Starbulls in Niederbayern nahe dran waren, am Ende aber mit 3:5 verloren. „Da war ich mit dem Spiel schon zufrieden. Jetzt müssen wir aber schauen, dass wir die Punkte hier behalten“, weiß Pasanen.
Die Partie ist nicht nur von der Stimmung ein Top-Spiel, sondern auch von der Tabellenkonstellation her. Rosenheim ist nach der Erfolgsserie mit fünf Siegen am Stück auf dem fünften Rang und hat nur einen Zähler weniger als die Landshuter, die das beste Powerplay und das beste Unterzahlspiel der Liga aufweisen. Zuletzt mussten sich die Niederbayern allerdings in Crimmitschau – dort gastieren die Starbulls übrigens am Sonntag – mit 0:2 geschlagen geben. Also haben die Landshuter auch für Wiedergutmachung zu sorgen. Beste Voraussetzungen also für ein impulsives Derby! tn