Berg: „Kann verstehen, dass Kritik aufkommt“

von Redaktion

Wacker unterliegt auch Vilzing

Burghausen – Alles investiert, aber wieder nicht belohnt! War die groß angelegte Schneeräum-Aktion ein voller Erfolg, mussten die verunsicherten Wacker-Kicker eine 1:3-Niederlage gegen die DJK Vilzing quittieren. Während die Oberpfälzer nun neuen Mut im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga Bayern schöpfen, ist der SV Wacker Burghausen nach neun Spielen ohne Sieg weiter in die Krise geschlittert.

„Die Mannschaft hat alles reingeworfen. Letztendlich waren wir in vielen Situationen einfach nicht clever genug“, bilanziert Trainer Robert Berg, der sich nun weiterer Kritik ausgesetzt sieht: „Der Verein hat Ansprüche, wenn man diese nicht befriedigen kann, ist klar, dass Kritik aufkommt.“

Wie so oft gab es am Einsatz der Salzachstädter nichts zu bemängeln. „In der ersten Halbzeit gab es zahlreiche Situationen, in denen wir einfach nur den letzten Pass genauer spielen müssen, damit wir zu Großchancen kommen. Da waren wir die klar spielbestimmende Mannschaft. Durch einen Konter kassieren wir einen Elfmeter und damit das Gegentor. Wir machen aus dem ganzen Ballbesitz zu wenig und sind dann in den Umschaltmomenten zu anfällig“, ein klares Muster, das Berg beschreibt. Nach einem Foul von Vojtech Mares an Tobias Hoch verwandelte Felix Weber den Strafstoß in die Mitte (41.).

Mit der Führung im Rücken trat Vilzing im zweiten Abschnitt etwas selbstbewusster auf. „Wir haben alles versucht, aber uns geht einfach das Dreckige ab“, sieht Berg fehlende Prozentpunkte und nimmt Tobias Duxner in Schutz, der in der 71. Minute bei einem Laufduell Rot gesehen hat. Als Mares in der 83. Minute bei einer Grätschte an der Hand getroffen wurde, war die Sache entschieden: Erneut trat Weber vom Punkt an und donnerte die Kugel unter die Latte. Zwar konnte Joker Daniel Bares in der 90. Minute noch einmal verkürzen, doch zwei Minuten später gelang dem eingewechselten Vincent Ketzer mit seinem ersten Ballkontakt der finale Schlag.

SV Wacker Burghausen: Schöller – Schulz (77. Hofbauer), Maljojoki, Mares Sommerauer (62. Andreichyk) – Ade, Walchhütter – Malinowski, Fambo (46. Agbaje), Lema (62. Duxner) – Bibaku (62. Bares). Trainer: Berg

Schiedsrichter: Dinger (TSV Bischofsgrün).

Zuschauer: 3470.

Tore: 0:1 Weber (42., Foulelfmeter), 0:2 Weber (84., Handelfmeter), 1:2 Bares (90.), 1:3 Ketzer (90. + 2).

Besonderheit: Rot gegen Burghausens Duxner wegen einer Tätlichkeit (71.). mb

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