Das Wochenende der Revanchen

von Redaktion

Starbulls-Statistik Rosenheims Eishockeyspieler durchbrechen das Füchse-Bollwerk

Rosenheim – Es war ein Wochenende der Revanchen für die Starbulls Rosenheim in der DEL2. Am Freitag konnten die Starbulls im dritten Versuch zum ersten Mal gegen die Lausitzer Füchse jubeln, zwei Tage später gelang den Dresdener Eislöwen eine ähnliche Wiedergutmachung. 2:3 hatten sie gegen die Eishockeyspieler von der Mangfall zum Saisonauftakt in eigener Halle verloren, und beim 0:5 in Rosenheim wurden sie geradezu deklassiert. Dabei hatten sie im Vorjahr die Starbulls komplett dominiert und ihnen nur einen einzigen Zähler überlassen.

Mit einem ausgeglichenen Punktestand haben die Starbulls ihren fünften Tabellenrang aber halten können. Nach dem Sieg am Freitag hatten sie sogar den vierten Rang inne, zum zweiten Mal in dieser Saison. Auch letztes Jahr standen sie als Aufsteiger ein einziges Mal so weit oben, allerdings waren damals erst neun Spiele absolviert, während diesmal bereits die Hälfte der regulären Saison vorbei ist.

Es wurde aber auch Zeit, dass es gegen Weißwasser auch einmal in der Offensive klappte. Immerhin hatte Füchse-Goalie Anthony Morrone in den ersten beiden Begegnungen in knapp 124 Spielminuten nur einen einzigen Treffer zugelassen und beide Spiele waren mit dem Gesamttorverhältnis von 3:1 an die Sachsen gegangen. Diesmal aber war der Rosenheimer 5:2-Sieg eigentlich nie so richtig in Gefahr – und das, obwohl die Gäste ihr volles Line-up aufbieten konnten, während bei den Starbulls zwei Plätze im Spielprotokoll frei blieben. In schöner Regelmäßigkeit schossen die Hausherren in den ersten beiden Spielabschnitten ihre Tore, während der Schlussabschnitt im Zeichen der „Ergebnisverwaltung“ und des Kräftesparens für das Sonntag-Spiel stand.

Was allerdings nicht reichte, denn in Dresden ging am Sonntag das letzte Drittel 2:1 an die Gastgeber. Dabei waren die letzten 20 Minuten in der nahen Vergangenheit als sehr torarm bekannt. In den letzten zehn Begegnungen vor dem Dresden-Match fiel in dieser Phase achtmal nur ein oder überhaupt kein Treffer.

Nachdem die Mannschaft von Jari Pasanen schon gegen Kaufbeuren und das erste Gastspiel in Krefeld 5:2 gewonnen hatten, ist dieses Ergebnis das bisher häufigste in der laufenden Spielzeit. 21 verschiedene Endresultate gab es in den ersten 26 Matches, außer dem 5:2 wiederholten sich lediglich das 4:0 (gegen Bad Nauheim und in Regensburg), das 3:2 (gegen Crimmitschau und Kassel) und das 1:3 (in Crimmitschau und Kassel).

Obwohl die Starbulls nach wie vor nicht gerade zur Crème de la Crème bei den Special Teams zählen, funktionierte wenigstens das Powerplay an diesem Wochenende zufriedenstellend. Ein Überzahltreffer in Dresden, gleich zwei gegen Weißwasser – da gab es schon wesentlich schwächere Phasen in dieser Saison! Das Spiel gegen die Lausitzer Füchse war erst die vierte Partie, in der die Starbulls ihrem Gegner sowohl bei nummerischer Gleichheit als auch bei den Powerplaytoren überlegen waren. Die anderen drei ereigneten sich gegen Kaufbeuren sowie in Krefeld und Regensburg und endeten mit Siegen für die Starbulls.

Sein Debüt im Rosenheimer Tor absolvierte der Straubinger Förderlizenz-Torwart Pascal Seidel. Seidel musste fünfmal hinter sich greifen, was aber nicht alleine seine Schuld war. Zum Vergleich: Patrik Mühlberger musste letzte Saison im Dezember viermal ran, verlor seine ersten beiden Starts jeweils 1:4 und feierte dann einen 2:1-Sieg gegen Krefeld in Overtime. Zwei Jahre zuvor startete Christopher Kolarz mit Siegen in seinen ersten fünf Einsätzen, ehe es gegen Weiden die erste Niederlage gab. Allerdings geschah dies zu Oberliga-Zeiten und die Gegner Füssen, Höchstadt, Peiting und Deggendorf waren nicht vom Kaliber der Dresdener Mannschaft.

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