Melbourne – M.Wallner/J.Schnaitter (beide Deutschland) gegen H.Zaballos (Argentinien)/M.Granoller (Spanien) steht auf dem Tableau. Dann, wenn der erste Aufschlag dieses Erstrundenmatches im Doppel bei den Australian Open morgen, Dienstag, 14. Januar, um ein Uhr nachts mitteleuropäischer Zeit gemacht ist, hat sich, egal, wie es ausgehen wird, ein ganz großer Lebenstraum des Wasserburger Tennisspielers Jakob Schnaitter erfüllt. „Einmal bei einem Grand-Slam-Turnier dabei zu sein, davon habe ich immer geträumt“, sagt der 28-Jährige.
Dass er bei den Australian Open mit seinem Doppelpartner Mark Wallner (25) dabei sein darf, kam ziemlich überraschend. Das Duo, das für den TC Ismaning aufschlägt, hat sich 2024 sehr erfolgreich auf Challenger- und ATP-Turnieren nach vorne gearbeitet und steht im aktuellen „Doubles-Race“, der Jahresbestenliste für Doppelteams, sogar auf Rang 26. Kurz vor Weihnachten rangieren sie auf Rang 79 der Weltrangliste, haben aber trotzdem einen der Plätze im 64er-Hauptfeld des Grand-Slam-Turniers zugeteilt bekommen. „Damit haben wir nie gerechnet, waren natürlich superglücklich und auch aufgeregt, als wir die offizielle Liste gesehen haben“, erzählt Schnaitter.
Die beiden Spieler, die in den USA beim College-Tennis ihre Karriere so richtig in Schwung gebracht haben und seit 2024 als Profis unterwegs sind, haben sich am Jahresende intensiv in Ismaning auf die Australien Open vorbereitet. „Ich denke schon, dass wir hier gute Chancen haben, vielleicht die eine oder andere Runde zu überstehen. Wir sind sehr gut eingespielt, können uns unheimlich pushen und sind sehr aufschlagstark. Und wir kennen viele Teams hier“, sagt Schnaitter und freut sich über diesen überraschenden Saisonauftakt, der ihnen nicht nur viel Preisgeld einbringt, sondern auch ein mehr als motivierender Auftakt in eine Saison ist, in der sie so richtig durchstarten wollen.