Mit gemischten Gefühlen sind die Langläufer des Stützpunkts Ruhpolding vom FESA-Wettbewerb in Oberwiesenthal heimgekehrt. FESA ist die neue Version des früheren Continentalcups (COC) beziehungsweise Alpencups (OPA). „Da sind jetzt viel mehr europäische Nationen als nur die Alpenländer vertreten. Ziel ist es, eine starke Serie unterhalb des Weltcups auszubauen“, betont Trainer Frank Nitsch vom Stützpunkt.
Für sein Team waren die Ergebnisse durchwachsen. Allerdings hätten insbesondere Lucas Bögl (SC Gaißach) und Kim Hager (SC/TV Gefrees) mit starken Resultaten gezündet. „Leider hat es uns zum Teil mit gesundheitlichen Problemen erwischt“, berichtet der Trainer. Es habe mehrere Aktive mit dem Magen-Darm-Virus erwischt.
In Oberwiesenthal gingen alle Wettbewerbe im klassischen Stil über die Bühne. Zunächst stand ein Sprint über 1,2 km auf dem Programm, es folgte ein Massenstart über 20 km – auch für Junioren und Juniorinnen.
Bei den Männern standen sogar zwei Deutsche auf dem Podest: Hinter dem Italiener Giandomenico Salvadori folgten nämlich Thomas Bing (Rhöner WSV) und Lucas Bögl vom Stützpunkt Ruhpolding. Vierter wurde Elias Keck (TSV Buchenberg) vor Korbinian Heiland (SC Partenkirchen). Auf Rang 15 kam Stützpunkt-Athlet Paul Gräf (WSV Asbach), Rang 30 gab es für Alexander Brandner (WSV Bischofswiesen). „Er ist auf der Distanz inzwischen stärker geworden. Aber bei seiner eigentlichen Stärke, dem Sprint (27., d. Red.) muss er erst den Flow wieder finden.“ Im Sprint siegte der Franzose Ivan Essonnier.
Bei den Junioren verwies der Schweizer Isai Näff auf der langen Distanz drei Italiener auf die weiteren Spitzenplätze. Hinter Jakob Moch (WSV Isny) auf Rang fünf folgten drei weitere Italiener, Neunter wurde Jonas Müller (ATSV Gebirge Gelobtland) vor Lennart Röver (SWV Goldlauter). Rang 13 erkämpfte Lorenz Hasenknopf vom WSV Bischofswiesen, Rang 21 Korbinian Fagerer (SV Oberteisendorf). Auch den Sprint gewann Näff, Zweiter wurde Jonas Albrecht (VSC Klingenthal). Fagerer (29.) hatte es noch in die Finalläufe geschafft, schied aber dann aus.
Im Sprint der Damen setzte sich Verena Veit (SC Oberstdorf) vor Theresa Fürstenberg (SC Partenkirchen) durch. Kim Hager (SC/TV Gefrees) auf Rang 33 und Sophie Lechner (TSV Marquartstein/beide Stützpunkt Ruhpolding) als 34. des Prologs verfehlten die Finalläufe. Über 20 km dominierten Cloe Pagnier (Frankreich) sowie die Italienerin Veronica Silvestri. Fünfte wurde Anna-Maria Dietze (Pulsschlag AG Neuhausen), Siebte Verena Veit vor Kim Hager.
Beim Sprint der Juniorinnen schied Johanna Eckel (SC Aising-Pang) als 35. des Prologs aus. Im Finale siegte Daphne Patois (Frankreich). Beste Deutsche war Lena Einsiedler (SC Pfronten). Im Massenstart gewann Margot Tirloy (Frankreich), Einsiedler wurde Sechste, Rang 35 gab es für Eckel.who