Heerenveen – Mit dem zehnten Gesamtplatz hat Maira Jasch vom DEC Inzell bei den Allround-Europameisterschaften im Eisschnelllauf eine Top-Leistung gebracht. Die 19-Jährige lief nach drei Jahren wieder einen Mehrkampf und zeigte sich über die drei Strecken in Heerenveen in guter Form. Den Einzug ins Finale über 5000 Meter der besten acht verpasste sie nur knapp. Den Sieg holte sich die Norwegerin Ragne Wiklund, beste Deutsche wurde Josie Hofmann vom Crimmitschauer PSV, die den siebten Platz eroberte.
Zum Auftakt lief Jasch über die 500 Meter mit dem 14. Platz ein sehr gutes Rennen. Auf ihrer Paradestrecke, den 3000 Metern, musste sie gegen die schnellste holländische Sportlerin starten. „Ich habe versucht, ihr Tempo mitzugehen. Leider war das Eis sehr schwer und ich hatte sehr wenig Gleitfähigkeiten. Deswegen konnte ich meine technische Stärke auf den letzten Runden nicht ausspielen. Normalerweise hat es bei vielen anderen Rennen geklappt“, so Jasch. Dadurch belegte sie letztendlich den achten Platz, knapp hinter dem siebten Rang. Der hätte für die Teilnahme am Finale gereicht. Am Schlusstag gelang der 19-Jährigen über die 1500 Meter eine persönliche Bestzeit mit 2:00,74 Minuten, der ihr den zehnten Platz über diese Strecke brachte. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Wettkampf, dass ich mich als so junge Sportlerin überhaupt für die EM qualifizieren konnte und mit den ausländischen Damen zusammen starten und meine Leistung abrufen durfte“, so Jasch weiter. Begeistert war sie von der Stimmung. „Die Zuschauer haben toll angefeuert. Das wäre in Deutschland auch mal schön, da geht unser Sport leider etwas unter.“ Ende Januar geht es für Maira Jasch weiter zu den beiden Weltcups nach Nordamerika.
Pech hatte der zweite Inzeller Starter Bogdan Brauer. Er musste bereits nach einer Verletzung im ersten Rennen die Wettkämpfe beenden.