Ruhpolding – Es ist angerichtet: Der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding steht an. Von heute bis Sonntag gehen insgesamt sechs Rennen über die Bühne, in denen natürlich auch die deutschen Skijäger ein Wörtchen ums Podest mitreden möchten. Nachdem der DSV bei den Wettkämpfen in Oberhof zuletzt nur einmal auf dem Stockerl landete, hoffen die sicher wieder zahlreichen Fans in der Chiemgau-Arena dieses Mal auf den ein oder anderen Spitzenplatz mehr.
„Die Stimmung bei uns ist super, wir sind sehr gut aufgestellt“, betont Hermann Hipf, für den es die zweite Veranstaltung als OK-Präsident ist. Zuvor war der 52-Jährige rund 18 Jahre lang für das Unterhaltungsprogramm beim Weltcup in Ruhpolding zuständig. Mittlerweile sei er mit OK-Chef Timo Gerhold ein eingespieltes Team, „wir arbeiten sehr gut zusammen“, erklärt Hipf, der auf eine klare Aufgabentrennung setzt. Das bedeutet, er selbst ist für das Repräsentative verantwortlich und Gerhold für das Wirtschaftliche. Neu im Bunde, aber alles andere als ein Unbekannter, ist Hermann Feil als OK-Vize. Bisher fungierte er als Schießstandleiter, nun ist der im Herbst neu gewählte Geschäftsführer des SC Ruhpolding „zu 100 Prozent“ für das Zuschauer-Catering zuständig.
Freuen dürfen sich die Fans wieder auf das Besucherzelt am Eingang der Chiemgau-Arena, das es zuletzt nicht gab. Die Woweba Live GmbH in Übersee mit Geschäftsführer Valentin Thannbichler, die auch zum dritten Mal in Folge für den Championspark in der Dorfmitte verantwortlich ist, wird es betreiben. „Wir sind froh, dass wir das heuer wieder haben“, so Hipf.
Am Dienstagabend fand die Eröffnungsfeier im Championspark statt – inklusive Einmarsch der Nationen. Neben dem täglichen Rahmenprogramm gehen dort am Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils um 19.30 Uhr auch die Siegerehrungen über die Bühne. Anders als zuletzt dürfen Inhaber eines Weltcup-Tickets – egal für welchen Tag – sowie all diejenigen mit einer Akkreditierung an allen Tagen umsonst in den Championspark. Ruhpoldinger erhalten am Mittwoch und Donnerstag beim Vorzeigen des Ausweises freien Eintritt.
Den Biathlon-Legenden ganz nahe kommen können Fans am Freitag um 18 Uhr, wenn wieder am Stachus in Ruhpolding eine Autogrammstunde stattfindet, die 2024 sehr gut angenommen wurde. „Das war super, die Stars haben über eine Stunde Autogramme geschrieben.“ Dabei werden erneut Michael Greis, Simon Schempp, Fritz Fischer, Jens Steinigen, Wolfgang Pichler, Ricco Groß und Sven Fischer dabei sein. Neu hinzugewonnen werden konnte Magdalena Neuner. Außerdem wird der im vergangenen Jahr ebenso erstmals durchgeführte Fanmarsch wiederholt. Treffpunkt ist am Samstag um 9.30 Uhr in der Ortsmitte beim Café Chiemgau. Gemeinsam mit Wolfgang Pichler und Michael Greis geht’s um 10 Uhr zu Fuß zur Chiemgau-Arena.
Auch am Inklusionskonzept habe man gearbeitet, so Hipf. Neu ist, dass es für bis zu zwölf blinde und sehbeeinträchtigte Personen an einem speziell dafür vorgesehenen Platz in der Arena eine Audiodeskription geben wird. Das bedeutet, dass ihnen der Weltcup und die Emotionen beschrieben werden. „Damit der Gast auch die Stimmung aufnehmen kann“, erklärt der OK-Präsident. Zudem wird es Parkplätze für Rollstuhlfahrer direkt vor dem Stadion geben.
Dahingegen wird das Kassensystem mit Bon-Marken, was es zuletzt zum ersten Mal in der Chiemgau-Arena gab, nicht mehr verwendet. „Das war minder erfolgreich“, gibt Hipf zu. „Wir haben das zurückgedreht, man kann wieder mit Bargeld oder bargeldlos an den jeweiligen Hütten bezahlen.“ Handwerkliche Fehler seien das Problem gewesen, was zum Ärger einiger Fans geführt hätte. Aber auch mit solchen Rückschlägen kann der Ok-Präsident umgehen, letztendlich seien es Lernprozesse. Insgesamt „werden wir nie alle zu 100 Prozent zufrieden stimmen können. Aber unser Motto muss sein, für die bestmögliche Veranstaltung für Athleten, Zuschauer, Betreuer, Medien und Offizielle zu sorgen.“
Und um das zu ermöglichen, wurde in Ruhpolding auch in den letzten Tagen vor dem Weltcup fleißig gearbeitet. Insgesamt ist Hipf „guter Dinge“ für das Event, auch viele Tickets wurden im Vorfeld verkauft. „Wir sind damit sehr zufrieden“, betont der Ok-Präsident.chai