Regen – Unterschiedlicher hätten die Triumphzüge der beiden neuen deutschen Stocksport-Meister im Mannschaftsspiel auf Winterbahnen, TuS Engelsberg und EC Altwasser Windorf, nicht sein können. Bei den Titelkämpfen im Eisstadion Regen rechnete keiner damit, dass mit dem SV Gumpersdorf und TSV Hartpenning beide Bundesliga-Meister das Podest verfehlen würden.
Während die Herren des EC Altwasser Windorf dem nationalen Entscheid von Beginn an deutlich ihren Stempel aufdrückten, erreichten die Damen des TuS Engelsberg erst mit dem notwendigen Quäntchen Glück das Page-Play-off-Finale. Hätte die Moarschaft aus dem Landkreis Traunstein sein letztes Vorrundenspiel gegen den niederbayerischen Vertreter und Vorrundensieger EC Passau-Neustift nämlich nicht gewonnen und zudem keine Schützenhilfe vom EC Krefeld bekommen, der den bis dato an dritter Stelle rangierenden ESC Stuttgart-Vaihingen mit 8:4 bezwang, dann wäre das vorzeitige Aus besiegelt gewesen. So aber erreichte Engelsberg mit 13:7 Punkte gerade noch die Runde der besten vier. Dem notwendigen Quäntchen Glück folgte im Page-Play-off-Finale in drei nervenzerreißenden Spielen das Glück des Tüchtigen. Im Ausscheidungsspiel wurde Gumpersdorf um Haaresbreite mit 5:4 bezwungen, das Qualifikationsspiel 2 gegen Untertraubenbach ebenfalls mit dem Minimum (6:5) gewonnen, und im Finale gegen Neustift konnte ein 5:7-Rückstand aus dem ersten Spiel noch mit 9:1 zum umjubelten 14:8-Sieg gedreht werden. Danach trauten Marina Dunstmair, Bettina Gründl, Rebecca Jüngel, Therese Karl und die erst vom TSV Taufkirchen zum TuS gewechselte Andrea Zahner ihren Augen kaum, denn sie setzten sich damit die Krone des deutschen Eisstocksports auf.
Ganz anders war bei den Herren der triumphale Sieg des EC Altwasser Windorf. Die Moarschaft aus dem Landkreis Passau war bereits während der Vorrunde das Maß der Dinge. Die Niederbayern büßten nur gegen den EC Moitzerlitz Regen (3:5) und ESC Stuttgart-Vaihingen (4:4) Punkte ein und lagen nach 13 Durchgängen mit 21:3 Punkten vorne. Im Qualifikationsspiel 1 wurde Saßbach mit 9:1 überrollt und im Finale gegen Moitzerlitz setzte sich Windach abgeklärt und souverän mit 6:2 und 5:3 und damit gesamt 11:5 Punkten durch.
Damen: Vorrunde: 1. EC Passau-Neustift 16:4 Punkte; 78:42 Stockpunkte; 2. FC Untertraubenbach 16:4, 64:31; 3. SV Gumpersdorf 14:6; 4. TuS Engelsberg 13:7, 5. ESC Stuttgart-Vaihingen 12:8; 6. TSV Kühbach 11:9; 7. TSV Peiting 10:10; 8. FC Neunburg vorm Wald 6:14; 9. EC Krefeld 6:14; 10. SR Soest 4:16; 11. LEV Hessen 2:18.
Page-Play-off-Finale: Qualifikationsspiel 1: Neustift – Untertraubenbach 4:4. – Ausscheidungsspiel: Gumpersdorf – Engelsberg 4:5. – Quali 2: Untertraubenbach – Engelsberg 5:6. – Finale: Neustift – Engelsberg 8:14 (7:5/1:9).
Herren: 1. EC Altwasser Windorf 21:3; 2. EC Saßbach 20:4, 111:28; 3. EC Moitzerlitz Regen 20:4, 84:41; 4. TSV Hartpenning 19:5; 5. RSV Büblingshausen 15:9; 6. TSV Niederviehbach 14:10; 7. SV Kirchberg 12:12; 8. ESC Stuttgart-Vaihingen 12:12; 9. SR Soest 9:15; 10. SpG Böblingen/Glashütte 6:18; 11. MESC Mörlenbach 5:19; 12. LEV Schleswig-Holstein 2:22; 13. ESC Glashütte 1:23.
Page-Play-off-Finale: Qualifikationsspiel 1: Windorf – Saßbach 9:1. – Ausscheidungsspiel: Moitzerlitz – Hartpenning 4:3. – Quali 2: Saßbach – Regen 3:5. – Finale: Windorf – Moitzerlitz 11:5 (6:2/5:3).