Burghausen – „Die Energie ist da, die Truppe ist als Gemeinschaft gut. Mein Job ist es jetzt das Maximale aus den Jungs herauszuholen, eine schlagkräftige Truppe zu formen, die Spiele gewinnen kann“, nach drei Wochen Vorbereitung zieht Burghausens neuer Trainer Lars Bender ein positives Zwischenfazit der Vorbereitung auf die Restrunde der Fußball-Regionalliga Bayern, die mit dem Punktspielstart am 1. März gegen Aubstadt beginnt.
Nach dem Aufgalopp mit dem 8:0 gegen den Südost-Landesligisten TSV 1860 Rosenheim und dem 1:0 gegen Union Gurten aus der österreichischen Regionalliga Mitte war die Teilnahme am Kurzturnier des FC Liefering am vergangenen Freitag der erste richtige Härtetest. Die Salzachstädter verbuchten dabei – wie berichtet – in der ersten Partie ein 2:2 gegen den slowakischen Zweitligisten MŠK Žilina B, die Begegnung gegen die Gastgeber endete torlos, so- dass Wacker am Ende Platz zwei hinter dem österreichischen Zweitliga-Cub belegte, der die Slowaken mit 2:0 bezwingen konnte.
„Das waren ordentliche Tests, aber gegen MŠK Žilina B haben wir Geschenke verteilt, da haben wir zweimal gepennt. Wir haben den 0:2-Rückstand zwar aufgeholt, hätten das Spiel aber am Ende noch gewinnen müssen. Da war viel mehr drin, wir haben uns da selber etwas zerstört“, so der Coach nach Toren von Christopher Bibaku und Neuzugang Harry Birtwistle, der auch die Vorlage zum Anschlusstreffer gegeben hat. Der 21-jährige Rechtverteidiger aus Singapur, der Ende Januar von den Wolverhampton Wanderers an die Salzach gewechselt ist, konnte also einen Einstand nach Maß feiern. Bender: „Wir haben ihn erst hinten rechts ausprobiert und ihn dann eine Position weiter nach vorne geschoben. Letztlich ging es darum zu sehen, was der Junge ohne viele Infos für Initiativen entwickelt. Das hat er gut gemacht, schade dass er dann blöd auf den Arm gefallen ist und einen dicken Ellenbogen hat. Wir hoffen natürlich, dass es nichts Schlimmeres ist.“
Das Duell gegen Lieferung war deutlich intensiver als die Partie gegen die Slowaken, weil die Gastgeber in typischer Red-Bull-Manier hoch gepresst haben. Bender: „Da ist es richtig zur Sache gegangen, da wurden wir schon gefordert, aber wir haben maximal dagegengehalten. Das war ein guter Auftritt.“
Beim Turnier in Liefering verzichtete der ehemalige Leverkusener Kapitän auf die Dienste der U19-Spieler, die tags darauf den Bezirksligisten FC Töging mit 5:1 besiegten. Vielmehr verteilte Bender die Spielzeit auf seine Kaderspieler: „Hinten raus war es dann schon ein wenig eng, weil wir doch mit einigen leichten Blessuren zu kämpfen hatten.“ Ob es von den aktuellen U19-Spielern demnächst einer in den Regionalliga-Kader schaffen kann, will Bender noch nicht beurteilen: „Dafür ist es noch viel zu früh. Wir werden den einen oder anderen punktuell mal miteinbeziehen.“ Positiv aufgefallen ist dem Ex-Profi allerdings mit Michael Dinkler ein Talent aus der U17: „Der macht es wirklich ordentlich.“
Auch auf eine mögliche Stammformation will sich Bender jetzt noch längst nicht festlegen: „Die ersten drei Wochen waren absolut positiv, da steckt schon was drin in der Mannschaft, das Bild hat sich schon verfestigt, aber wir müssen uns aber noch weiter kennenlernen. Die Herangehensweise und das Wording sind sicher anders als bisher. Ich habe bei manchen Spielern gewisse Fantasien. Ob sie das dann umsetzen können, müssen wir abwarten.“