Kolbermoor – Im Gegensatz zur Vorrunde läuft es für Kolbermoors Bundesliga- Tischtennisdamen in der Rückrunde ausgesprochen gut. Nun wurde das Überraschungsteam des ESV Weil/Rhein mit einer 2:6-Pleite nach Hause geschickt.
Dem Tabellenfünften bot sich anfangs nur einmal die Gelegenheit, sich im Doppel zu präsentieren. Denn von den beiden vorgesehenen Spielen fiel eines einer kurzfristigen Erkrankung von Weils Lea Lachenmayer zum Opfer. In dem Doppel, das gespielt werden konnte, agierte das Duo Ghosh/Tiefenbrunner in den ersten beiden Sätzen gegen die Paarung Hursey/Sozoniuk etwas zu verhalten und musste diese dann auch abgeben. Im dritten Durchgang hatten sie den Respekt zunächst abgelegt, gewannen mit 11:6 und waren im vierten Satz nach einer 3:1-Führung drauf und dran, ein Erfolgserlebnis draufzusetzen. Am Ende musste man sich aber mit einer 8:11-Niederlage abfinden.
Im ersten Einzeldurchgang verbuchte man im ersten Paarkreuz zwei Punkte, wobei Hana Arapovic gegen Anna Hursey über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen musste. Dabei kassierte sie im dritten Satz, den sie mit 8:11 verlor, beim Stand von 6:8 eine gelbe Karte, da sie den Ball nach einem Netzroller mit dem Fuß wegschlug. Im vierten Satz fand sie wieder zurück und führte im Entscheidungssatz beim Seitenwechsel mit 5:0. Den deutlichen Vorsprung ließ sie sich nicht mehr nehmen und behielt am Ende mit 11:4 die Oberhand. Im hinteren Paarkreuz war Swastika Ghosh gegen Korneljia Riliskyte nicht erfolgreich. Wenngleich es ein Duell auf Augenhöhe war, musste die Inderin der litauischen U21-Meisterin nach vier Sätzen zum Sieg gratulieren.
Nach dem kampflosen Punktgewinn führten die Gastgeberinnen bereits mit 4:2 und hatten nun beste Chancen, im zweiten Einzeldurchgang alles klar zu machen. Dementsprechend motiviert agierte dann Annett Kaufmann beim 3:0-Erfolg gegen Anna Hursey, wenngleich es der Waliserin in den ersten beiden Sätzen gelang, der 18-Jährigen in vielen Phasen Paroli zu bieten. Den Widerstand hatte Kaufmann im dritten Satz gebrochen und führte schnell mit 4:1. Da half auch ein Timeout von Hursey nicht mehr, denn Kaufmann zog bis auf 10:3 davon und gewann am Ende mit 11:5. Für die Entscheidung sorgte Hana Arapovic, wobei sie beim 3:0-Sieg gegen Ievgeniia Sozoniuk die ersten beiden Sätze klar gewann. Im dritten Satz lag sie anfangs mit 0:2 zurück, fand dann zwar in ihr Spiel zurück, musste aber in der Schlussphase den 9:9-Ausgleich hinnehmen. Die nächsten beiden Punkte gehörten aber der Kroatin, die mit dem 11:9-Sieg den 6:2-Erfolg unter Dach und Fach brachte.
Kolbermoors Trainer Michael Fuchs war voll des Lobes über die Leistung seiner Mannschaft, betonte aber auch: „Wir hatten mit der Verletzung von Lea Lachenmayer ein wenig Glück. Insgesamt war es aber eine souveräne Vorstellung. Vor allem für das erste Paarkreuz freue ich mich. In der Vorrunde spielten wir 1:3, jetzt konnten wir uns mit vier Siegen revanchieren“.
Für den SV DJK Kolbermoor punkteten: Doppel: Fehlanzeige; Einzel: Kaufmann, Arapovic (je 2); Kampflos (2).