Rosenheim – Zwei Spieltage stehen noch aus, dann ist die Hauptrunde in der laufenden DEL2-Saison vorbei. Viele Entscheidungen sind schon gefallen, manche Plätze sind aber noch heiß umkämpft. Unter anderem geht es auch um die Endplatzierung und den kommenden Gegner der Starbulls Rosenheim. Die offenen Fragen:
Wer holt sich den Hauptrundensieg? Rein rechnerisch können noch vier Mannschaften den Grunddurchgang als Sieger abschließen: Nach der Niederlagenserie von Dresden – vier Pleiten am Stück – haben die Kassel Huskies (96 Punkte) aktuell die Tabellenspitze übernommen. Die Sachsen folgen punktgleich auf dem zweiten Rang, dahinter liegen die Krefeld Pinguine (93) und die Ravensburg Towerstars (92) in Lauerstellung. Das Restprogramm der vier Titelanwärter: Kassel hat zwei Auswärtspartien, muss am Freitag nach Weiden und am Sonntag nach Regensburg; Dresden empfängt am Freitag Ravensburg und gastiert am Sonntag in Landshut; Krefeld empfängt zunächst Landshut und reist dann nach Rosenheim; Ravensburg muss nach Dresden und hat am Sonntag sein Heimspiel gegen Weiden.
Wer wird der Play-off-Gegner der Starbulls? Naheliegend sind Krefeld oder Ravensburg. Die Rosenheimer Eishockeyspieler stehen mit 87 Punkten auf dem fünften Rang und würden aktuell auf den Tabellenvierten treffen, das ist Ravensburg. Gelingen den Mannen von Trainer Jari Pasanen zwei glatte Siege und bleiben Krefeld und Ravensburg am Wochenende punktlos, dann würden die Starbulls sogar noch auf den dritten Rang vorrücken. Eine mögliche Variante ist auch, dass es im Heimspiel am Sonntag gegen Krefeld noch ein richtiges Endspiel um den vierten Rang und damit auch das Heimrecht in einem möglichen Play-off-Viertelfinale gibt. Dazu müssten die Starbulls am Freitag in Weißwasser gewinnen und Krefeld daheim gegen Landshut verlieren.
Wer qualifiziert sich direkt fürs Viertelfinale? Fünf Teams stehen schon fix im Play-off-Viertelfinale, der sechste Teilnehmer ist noch offen, kommt aber sicher aus Bayern. Die besten Karten hat aktuell der EV Landshut (81) als Tabellensechster, Herausforderer ist Aufsteiger Blue Devils Weiden (77). Das Restprogramm der beiden Kontrahenten: Landshut muss am Freitag nach Krefeld und empfängt am Sonntag Dresden, Weiden erwartet am Freitag Kassel und gastiert am Sonntag in Ravensburg.
Wer kommt in die Pre-Playoffs? Neben Landshut/Weiden stehen schon zwei Teilnehmer für die Pre-Play-offs fest: Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser (73) und der EC Bad Nauheim (69). Um den letzten freien Platz streiten sich die Wölfe Freiburg (66) und der ESV Kaufbeuren (62). Die Tendenz aus den letzten Spielen spricht eindeutig für die Breisgauer, die es nicht auf einen Showdown am letzten Spieltag ankommen lassen wollen. Denn am Sonntag ist Freiburg in Kaufbeuren zu Gast. Die Allgäuer müssen aber zuvor noch Punkte aufholen. Am Freitag spielt Kaufbeuren in Regensburg, während Freiburg daheim auf Selb trifft.
Wer verschafft sich eine gute Ausgangsbasis im Abstiegskampf? Der Verlierer des Duells zwischen Freiburg und Kaufbeuren muss sich in den Play-downs bewähren und dort den Klassenerhalt sichern. Keine Chance mehr auf die Play-offs haben die Eispiraten Crimmitschau (57), die Eisbären Regensburg (55) und die Selber Wölfe (46). Crimmitschau könnte sogar noch Kaufbeuren abfangen, allerdings auch von Regensburg überholt werden – weitere Verschiebungen sind nicht mehr möglich. Hochinteressant wird es aber dennoch auch für Selb. Das Schlusslicht liegt aktuell 16 Punkte hinter Kaufbeuren – und kämpft an, die Chancen in der ersten Play-down-Runde zu verbessern. Denn: Liegen am Ende des Grunddurchgangs zwischen dem Tabellenelften und Selb mehr als 20 Punkte Unterschied, so würden dem Elften im Klassement zwei Siege zum Klassenerhalt reichen. Bleibt der Punkteunterschied unterhalb von 20 Zählern, so braucht der Tabellenelfte dann drei Siege, um die erste Play-down-Runde zu gewinnen. Selb benötigt in jedem Fall vier Siege für den Klassenerhalt in der ersten Runde. Zwischen dem Zwölften und 13. werden es auf keinen Fall mehr als zehn Punkte Unterschied in der Tabelle – ergo verläuft diese Serie dann ganz normal im Best-of-seven-Modus.