„Jedes einzelne Spiel wird eine Herausforderung“

von Redaktion

FUSSBALL-LANDESLIGA Bruckmühls Kampf gegen den Abstieg beginnt mit Top-Spiel

Bruckmühl/Wasserburg – Der SV Bruckmühl startet mit einem Topspiel in die entscheidende Phase in der Fußball-Landesliga Südost. Das Schlusslicht empfängt am Samstag ab 14 Uhr den Tabellenzweiten TuS Geretsried im Mangfallstadion. Der TSV Wasserburg reist hingegen am Sonntag nach München, wo man um 12.30 Uhr auf den FC Schwabing trifft.

Nach rund sechswöchiger Vorbereitung wird es für den SV Bruckmühl nun wieder ernst. Dabei dürfte die Mannschaft von Trainer Mike Probst am Samstagnachmittag direkt einmal ganz genau wissen, wo sie steht. Schließlich gastiert mit dem TuS Geretsried eines der absoluten Topteams im Mangfallstadion. Für Probst ist der Gegner zum Start allerdings egal: „Ob der TuS Geretsried oder der SV Pullach der erste Gegner ist, spielt für uns keine Rolle. Es wird für uns in den nächsten zwölf Spielen keine Unterscheidung geben, gegen wen wir spielen. Jedes einzelne Spiel wird für uns eine Herausforderung sein und wir werden am Limit agieren müssen, um die Tabellensituation zu ändern. Die Vorbereitung wollen wir nicht überbewerten, aber der Kader hat sich einen Schuss Selbstvertrauen geholt und auf dieser Basis wollen wir die erste Partie gegen den haushohen Favoriten bestreiten.“

Schließlich könnten die Vorzeichen zwischen den beiden Teams gar nicht anders sein. Die Gäste kämpfen um den direkten Aufstieg in die Bayernliga Süd. Der SVB dagegen will in den verbleibenden zwölf Spielen den Abstieg in die Bezirksliga vermeiden. Der letzte Tabellenplatz sowie fünf Punkte Rückstand auf die Relegationsplätze und sechs Zähler auf die Nicht-Abstiegsränge lautet die Ausgangslage für den Endspurt. Die Spielplan-Auslosung macht jedoch Hoffnung und könnte sich schlussendlich zum entscheidenden Trumpf im Abstiegskampf entwickeln. Während die Bruckmühler zu Saisonbeginn im vergangenen Sommer zahlreiche Kilometer absolvieren mussten, wird der Sportverein aus dem Mangfalltal acht der zwölf seiner im Frühjahr noch ausstehenden Partien vor heimischem Publikum absolvieren. Zwölf seiner 17 Punkte und damit auch vier seiner fünf Saisonsiege holte der SVB bislang zu Hause. Stephan Keller, Sportlicher Leiter der Herren, sieht sein Team für die heiße Phase „gut vorbereitet“: „Insgesamt war die Vorbereitung sehr gut.“ Probst schließt daran an: „Alles in allem sind wir mit dem Verlauf der Vorbereitung zufrieden. Wir sind von schweren Verletzungen verschont geblieben und auch die krankheitsbedingten Ausfälle hielten sich in Grenzen.“

Wasserburg reist
nach Schwabing

Während am Faschingssonntag in Wasserburg die Jecken los sein werden, machen sich die Fußballer des TSV 1880 zu einem Faschingszug der anderen Art auf. Die Löwen gastieren am Sonntag zu ungewöhnlicher Stunde um 12.30 Uhr in München-Schwabing. Müssten die Innstädter aus ihren Vereinsbussen, mit denen sie zum Spiel anreisen, einen Motto-Wagen bauen, wäre dies nach dieser Vorbereitung ein leichtes Unterfangen. Auf dem Wagen würde naturgemäß ein großer Löwe thronen, doch dieser müsste sowohl bandagiert als auch mit Taschentüchern ausgestattet sein und darüber hinaus einige blaue Flecken haben. Die Bandagen wären ein Symbol für die vielen Langzeitverletzten, die dem Tabellendritten der Landesliga Südost fehlen. In Janik Vieregg, Robin Ungerath, Leon Simeth, Manuel Kerschbaum, Leander Haunolder fehlen seit Monaten ausschließlich potenzielle Stammspieler. In dieser Reihe muss auch Maxi Höhensteiger stehen, der zwar ab und an trainiert hat, aber sich mit Problemen am vor einem Jahr operierten Sprunggelenk plagt, die nicht besser wurden und einen Einsatz am Wochenende ausschließen. Die Taschentücher und blauen Flecken stehen für all jene, die in der Vorbereitung krankheits- und verletzungsbedingt ausgefallen sind, wie Dominik Brich, der sich beim Pokalspiel in Dachau einen Bruch der vorderen Schienbeinoberfläche zugezogen hat. Entsprechend dezimiert startet die Mannschaft von Trainer Florian Heller in die Rückrunde, nichtsdestotrotz ist auch ein verwundeter Löwe ein sehr gefährliches Tier, bei dem mit den Frühlingsgefühlen auch der Jagdinstinkt wieder erwacht: „Man merkt schon, je näher es ans Wochenende hingeht, dass jeder, der mit der Mannschaft etwas zu tun hat, und natürlich auch die Mannschaft selber dem Rückrundenauftakt entgegenfiebert.“nik/jah

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