Bayernliga-Stenogramm

von Redaktion

In der Fußball-Bayernliga Süd sind die beiden Inn/Salzach-Vertreter SV Erlbach und SV Kirchanschöring in den Frühjahrsrunden-Startlöchern stecken geblieben. Bei ihren Heimniederlagen – die Holzland-Truppe verlor 0:1 gegen den TSV Nördlingen, die Rupertiwinkler 1:2 gegen den Titelmitfavoriten SV Schalding-Heining – wurden beide Teams zudem von der „roten Welle“ erfasst, denn es hagelte insgesamt vier Platzverweise.

Erlbachs Coach Lukas Lechner sprach von einem „Worst Case“-Szenario, zumal es neben den zwei Ampelkarten und knallrot für Christopher Obermeier mit Simon Hefter (Knie) auch noch einen Verletzten gab, der dem SVE wohl länger nicht zur Verfügung stehen dürfte – schon gar nicht am kommenden Samstag (14 Uhr) im Gastspiel beim TSV Kottern. „Ihm ist in der Vorbereitung schon einmal das Knie durchgegangen, jetzt war es wieder so und er kann nicht mehr belasten“, meinte Lechner nach einem „Tag zum Vergessen“, wie es Erlbachs Pressesprecher Thorsten Eisenacker formulierte.

„Nur“ einen Platzverweis – Rot für den spielenden Co-Trainer Christoph Dinkelbach – gab’s für Kirchanschöring, allerdings zeigt dieser Ausschluss klar auf, wie nah im Fußball Glück und Pech beieinanderliegen können. Denn: Noch im Hinspiel in Schalding (2:2) war Dinkelbach mit einem 60-Meter-Traumfreistoß (zugleich „Bayern-Treffer des Monats“ August) zum gefeierten Helden avanciert. Nun ist bei ihm und beim gesamten Team Ernüchterung eingetreten.

Die Hoffnungen, dass „Anschörings“ Stammgoalie Egon Weber nach seiner Fußoperation bald ins Gehäuse zurückkehren könnte, sind durchaus groß. Vielleicht steht der Kastler, der zuletzt von Markus Hirmke vertreten wurde, ja schon am Samstag (14 Uhr) in der Partie beim 1. FC Sonthofen wieder zwischen den Pfosten. Gegen Schalding hätte Weber, der in der Vorbereitung nur ein Testspiel bestreiten konnte, ohnehin wegen einer Rotsperre nicht halten dürfen. Auch SVK-Kapitän Manuel Omelanowsky (Grippe) könnte im Allgäu wieder dabei sein. „Zuletzt hat es keinen Sinn gemacht“, erklärte Trainer Thomas Leberfinger, „,Omo‘ hat es letzte Woche mal im Training probiert, dann aber schnell gemerkt, dass es noch zu früh ist.“

Der Riederinger Leberfinger war übrigens nach dem Fehlstart ins Jahr 2025 nicht total enttäuscht: „Wir haben Schalding absolut Paroli geboten“, meinte er. Mit null Punkten nach so einem Match dazustehen, sei bitter, denn seine Truppe habe sich die beiden Gegentore „selbst eingeschenkt“.cs

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