Keine Angst vor den „Veilchen“

von Redaktion

Kreisliga 2 SCA empfängt Ligaprimus

Waldkraiburg – Mit leicht reduziertem Programm rollt das Leder an diesem Wochenende wieder in der Fußball-Kreisliga 2. Die Partien TSV Teisendorf gegen den FC Hammerau und TSV Waging gegen den TSV Bad Reichenhall wurden auf den 26. März beziehungsweise den 16. April verlegt.

Den Auftakt macht der TuS Engelsberg (6. Platz/24 Punkte), der bereits heute, Freitag, um 18 Uhr beim akut abstiegsgefährdeten SV Linde Tacherting (12./14) erwartet wird. Die Hausherren sind schon einen Schritt weiter, sie haben ihr Nachholduell gegen den BSC Surheim klar mit 4:1 für sich entschieden. Dass Tacherting mit aller Macht die Liga halten will, ist auch an den Winter-Transfers abzulesen. Da stehen mit Ersel Aydinalp, Patrick Schön und Marko Kao drei bekannte Namen, die mithelfen sollen, das Team im Oberhaus des Inn/Salzach-Kreises zu halten. Kao, bis zur Winterpause noch Keeper Nummer zwei beim TuS, muss am Freitag aber zuschauen. Beim Transfer wurde vereinbart, dass der 40-jährige Kroate gegen seinen Ex-Verein nicht aufläuft.

Zu einem Wiedersehen kommt es eine Stunde später um 19 Uhr im Angerer Waldstadion, wo der SCA (4./25) den Ligaprimus SV Aschau/Inn (1./33) empfängt. Beide standen sich in der vergangenen Spielzeit in der Aufstiegsrelegation gegenüber. „Wir wissen, dass Aschau nach der Hinrunde der absolute Top-Favorit ist. Trotzdem wollen wir drei Punkte holen“, gibt Angers Cheftrainer Andi Brandl die Richtung vor und fügt an: „Wir wollen Aschau das Leben so schwer wie möglich machen – mit dem Ziel, die Eins-gegen-eins-Duelle gegen einen topgespickten Kader zu gewinnen.“ Die Brandl-Crew hat Respekt, jedoch keine Angst vor den „Veilchen“.

Absteiger gegen Aufsteiger lautet das Duell, wenn der TSV Neuötting (8./18) am Samstag um 13.30 Uhr beim VfL Waldkraiburg (11./15) antritt. Der letztjährige Bezirksligist Waldkraiburg spielte eine enttäuschende Herbstserie und rettete sich nur knapp über der Relegationslinie in die Winterpause. Nun soll’s ein neuer Trainer richten:

Nun hat Max Tschesche bei den Industriestädtern das Sagen. 18 Punkte und der achte Platz sind in Ordnung, lautet die Einschätzung aus dem Lager der Neuöttinger, bei denen Spielertrainer Marcell Arnold bereits für die kommende Saison zugesagt hat.

„Das müssen wir den Gegner spüren lassen“

Die Surheimer (15./12) hatten sich ihren Saisonstart anders vorgestellt. Spielertrainer Sebastian Huber musste auf Alexander Mosinger, Thomas Ehrmann (beide krank) und Goalie Gerald Oellerer (privat verhindert) verzichten. Diese Ausfälle erschwerten die Situation, sind aber laut Huber keine Ausrede. Gegen den TSV Reischach (7./20) erwartet er mehr Leidenschaft: „Jeder Punkt ist wichtig, das müssen wir den Gegner spüren lassen.“ Der TSV Reischach verlängerte indes den Vertrag mit Trainer Thomas Lange um ein weiteres Jahr.

Der Aufsteiger SV Oberteisendorf (9./18) hatte bisher eine gute Saison. Am Samstag um 15 Uhr empfangen sie den abstiegsbedrohten SV Mehring (13./13). David Hiebls Sprunggelenksverletzung war ein Schock, aber nicht so schlimm wie befürchtet. Trainer Sebastian Schallinger sieht den SVM als „unbekannten Gegner“. Nach langer Pause ist unklar, wo die Teams stehen, aber der SVO will mit einem Sieg starten. Bei den Platzverhältnissen wird Kampfgeist wichtiger als fußballerische Fähigkeiten sein.

Der SVM hatte in der Herbstrunde Probleme mit der Durchschlagskraft, erzielte in 14 Spielen nur 15 Tore. Überraschend ist die starke Defensive: Nur 17 Gegentore, ein ungewöhnlich guter Wert für ein Team aus der Abstiegsregion. Nur Aschau und Waging (je zwölf) stehen besser da. luz/aic

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