Bruckmühl – Kapitän Lennard Schweder ist ein Protagonist im Heimspiel der Landesliga-Fußballer vom SV Bruckmühl gegen den VfB Hallbergmoos-Goldach (0:1) gewesen. Über sein Comeback nach Verletzungspause und die neuerliche Niederlage des Tabellenletzten sprach er nach Spielende mit der OVB-Sportredaktion.
Sie haben beim Spiel gegen Geretsried vor einer Woche noch verletzungsbedingt gefehlt, wie war es für Sie, die 0:6-Niederlage von außen ansehen zu müssen?
Von außen ist es immer schwieriger, weil man nicht eingreifen kann, und es tut weh, wenn man zusehen muss, wie dein Team abgefertigt wird. Das Spiel war nicht so unausgeglichen, nur der Gegner hat seine Chancen konsequent genutzt, wir leider nicht.
Ihr Trainer hat daraufhin ein „anderes Gesicht“ gegen Hallbergmoos gefordert. Wie verlief die Trainingswoche?
Die Trainingswoche war top, jeder hat nach dem 0:6-Debakel Vollgas gegeben und im Spiel alles reingehauen, was er gehabt hat. Ich denke, man hat heute schon unser „anderes Gesicht“ gesehen.
Gefordert war auch, das Zweikampfverhalten zu verbessern. Waren neun Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte überzogen?
Klar hätte der Schiedsrichter die eine oder andere Karte weglassen können. Wenn es hitzig wird, wie in diesem Spiel, dann kann es nicht sein, dass er sie so einseitig verteilt. Von meiner Seite war es die falsche Entscheidung, da bekommst du das Spiel nicht beruhigt.
Sie hatten bereits in der fünften Minute eine Riesenmöglichkeit auf den Führungstreffer. Warum hat es nicht geklappt?
Nachdem mir Michele Cosentino den Ball quer rübergelegt hatte, war ich frei vor dem Keeper. Es war eine hundertprozentige Torchance, die muss ich machen, einfacher geht es nicht mehr. Vielleicht war es wegen der fehlenden Spielpraxis, nachdem ich wegen dem Bänderriss vier Wochen aussetzen musste. Da gibt es nichts zu entschuldigen.
Die nächste große Chance war kurz vor dem Halbzeitpfiff!
Genti Krasniqi hatte sich auf links durchgesetzt, den Ball nicht voll erwischt, der hat sich dann ganz komisch Richtung Tor gedreht, der Torhüter war auch noch irgendwie dran und ein Abwehrspieler konnte vor oder auf der Linie noch klären. Es war bezeichnend für diese Saison, da fehlt uns einfach das Glück.
Sie spielten 30 Minuten lang in doppelter Unterzahl. Trotzdem waren noch Möglichkeiten da, oder?
Voll, ich glaube, in den Köpfen hat sich jeder gegen die Niederlage gesträubt, weil wir ein super Spiel gemacht haben, jeder alles gegeben und noch ein paar Prozent mehr rausgehauen hat. Leider hat es nicht gereicht. Interview: Franz Ruprecht