Kapfenberg – Der Kampf um die Krone des Eisstocksports wurde bei den Weltmeisterschaften der Damen und Herren im Mannschaftsspiel auf Winterbahnen aus deutscher Sicht zum Ebenbild der internationalen Titelkämpfe von 2022 in Südtirol. Die Moarschaften des Deutschen Eisstock-Verbands (DESV) haben diesmal in Kapfenberg wieder Gold und Bronze geholt.
Nachdem sich Verena Gotzler (Außernzell/ESV Neustift-Innermanzing), Ulrike Lachenmayer (TSV Peiting), Rebecca Jüngel (TuS Engelsberg), Veronika Filgertshofer (TSV Kühbach) und Anna Hinteraicher (SV Gumpersdorf) als Vorrundendritte hinter Österreich und Italien für das Page-Play-off-Finale qualifiziert hatten, gewannen die DESV-Damen das Ausscheidungsspiel gegen Tschechien mit 14:4. Da Italien gegen Österreich mit dem gleichen Ergebnis unterlag, traf man im Qualifikationsspiel 2 auf den amtierenden Damen-Weltmeister, wobei sich Italien zum wiederholten Male als Angstgeber erwies und das Spiel klar mit 4:16 (3:8/1:8) verloren ging. Im Finale bezwangen die Italiener dann Österreich mit einem 10:9-Sieg (6:4/4:5) und verteidigten damit ihren WM-Titel.
Gleiches schaffte die deutsche Herren-Moarschaft, die nach der Vorrunde den zweiten Platz hinter den erneut starken Italienern innehatte. Das Quali-Spiel 1 war dann aber mit 15:6 (6:4/9:2) eine klare Angelegenheit. Nachdem Österreich trotz einer 7:4-Führung nach sechs Kehren das Ausscheidungsspiel noch gegen die Schweiz mit 9:10 verlor, nutzte Italien seine zweite Chance zum Finaleinzug mit einem 12:8-Sieg gegen die Eidgenossen. Im Endspiel boten die beiden Moarschaften dann ein dramatisches Mannschaftsspiel. Nach vier Kehren lag Deutschland mit 6:1 in Front, doch Italien kämpfte sich zurück und verlor das erste Spiel nur mit 5:6. In der ersten Kehre des entscheidenden Spiels schrieben die Azzurris eine Zwei und gingen erstmals mit 7:6 Punkten in Führung. Dann ging es hin und her. Vor der letzten Kehre stand es dann 10:10. Somit war klar, dass man mindestens einen Punkt braucht, um die Verlängerung zu vermeiden. Dies gelang durch eine Eins, wodurch sich Stefan Kufner (EC Moitzerlitz Regen), Christian Reschauer (EC Saßbach), Andreas Lambert (TSV Hartpenning), Stefan Thurner (TSV Hartpenning) und Manuel Schmid (FC Ottenzell) mit 11:10 zu Weltmeistern kürten und den Titel für Deutschland verteidigten. kam