Bruckmühl – „Wir müssen endlich die Belohnung einstreichen“, hatte Mike Probst vor dem Fußball-Landesliga-Duell mit dem Kirchheimer SC gefordert. Diese Vorgabe ihres Trainers setzten die Spieler des SV Bruckmühl um und feierten mit einem 2:2 verdient den ersten Punktgewinn im Frühjahr 2025. „Es sind sehr viele Bälle versprungen, es gab hier noch einen Zweikampf, da noch einen Zweikampf – es hatte nicht viel mit Fußball zu tun und war sicherlich kein schönes Spiel für die Zuschauer“, führte Probst nach der Partie aus.
Mit der ersten gefährlichen Offensivaktion brachte Genti Krasniqi seine Farben in Front. Die Bruckmühler schalteten schnell um. Michele Cosentino behauptete im Zentrum den Ball und schickte den Torschützen auf die Reise. Der Flügelspieler setzte sich im Laufduell und Zweikampf durch und traf mithilfe des Innenpfostens zur frühen Führung.
In der Folge stand immer häufiger das junge Schiedsrichtergespann im Mittelpunkt. Nach 20 Zeigerumdrehungen bugsierte SVB-Verteidiger Michael Kraxenberger eine Kirchheimer Flanke mit voller Wucht an die eigene Unterkante der Latte. Von dort sprang der Ball zurück ins Spielfeld. Der Unparteiische entschied zunächst auf Weiterspielen. Erst nach einigen Sekunden hob der Linienrichter seine Fahne – und der Schiedsrichter entschied auf Tor.
Nach der Pause kamen die favorisierten Gäste deutlich besser aus den Startlöchern und durften den Führungstreffer bejubeln. Eine Ecke von Ex-Profi Korbinian Vollmann segelte an Freund und Feind vorbei und fand direkt den Weg ins Tor. In der Folge musste SVB-Innenverteidiger Patrick Kunze einen Versuch von der Linie kratzen.
Eigentor bringt den
2:2-Ausgleich
Mit Fortlauf der Partie wurden die Hausherren offensiv gefährlicher. Bruckmühl forderte einen Handelfmeter, die Pfeife des Schiedsrichters blieb aber stumm. Wenige Augenblicke später belohnte sich der Abstiegskandidat für den betriebenen Aufwand und erzwang den Ausgleich. Kraxenberger brachte eine Ecke auf den ersten Pfosten. Dort köpfte der eingewechselte Nuyan Karsak den Ball aus kurzer Distanz ins eigene Tor. „Die Truppe lebt brutal. Ansonsten hätten wir diesen Ausgleich nicht gemacht“, meinte Probst. Und weiter: „Der Punkt sieht im ersten Moment zu wenig aus, kann aber für die Köpfe sehr, sehr viel sein.“
SV Bruckmühl: Stiglmeir, Krasnic (76. Egger), Schweder (87. Bartl), Huber, Cosentino, Kraxenberger, Koller, Kunze, Krasniqi, Wagener, Jovanovic (46. Schreder).
Schiedsrichter: Krammer (SV Deggenau).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Krasniqi (7.), 1:1 Kraxenberger (20., Eigentor), 1:2 Vollmann (47.), 2:2 Karsak (88., Eigentor).nik