Dresden – Das Saisonende rückt immer näher: Die Starbulls Rosenheim haben auch das dritte Duell gegen die Dresdner Eislöwen im Viertelfinale der DEL2-Play-offs verloren. Nach einem Traumstart kassierten die Eishockeyspieler von der Mangfall vier Tore am Stück, Dresden braucht nach dem 4:1-Erfolg nur noch einen Sieg für das Weiterkommen.
Der Spielfilm: Die Starbulls präsentierten von Beginn an ein komplett anderes Gesicht als noch in den zwei Spielen zuvor. Die Gäste gestalteten die Partie offen, setzten Dresden schon früh unter Druck und erarbeiteten sich Torchancen. Die erste große Möglichkeit landete auch gleich im Tor. Zack Dybowski erkämpfte sich in der Offensive die Scheibe und legte quer auf Norman Hauner, der ins Kreuzeck vollstreckte. Allerdings hielt die Führung nicht lange. Nur zwei Minuten später verlor Dybowski selbst die Scheibe im Spielaufbau, Andrew Yogan legte zurück auf Dane Fox und der tunnelte Oskar Autio zum Ausgleich. Beide Torhüter wurden danach noch mehrmals geprüft, machten ihre Sache aber gut. Die beste Chance auf die erneute Führung hatte Ludwig Nirschl, er scheiterte aus kurzer Distanz aber am Außenpfosten.
Im zweiten Drittel verflachte das Spiel etwas. Rosenheim hatte etwas mehr Spielanteile, Dresden wartete auf Fehler. Die provozierten aber erstmal die Starbulls und so hatte Ville Järveläinen das 2:1 nach einem Puckverlust der Hausherren auf dem Schläger, traf aber nur den Pfosten. Auch Tobias Beck und Jannick Stein prüften Danny aus den Birken, der erfahrene Schlussmann blieb beide Male aber der Sieger. Rosenheim war die aktivere Mannschaft – ein Spitzenteam wie Dresden braucht aber nur eine Möglichkeit. Und die bekam Yogan knapp drei Minuten vor Drittelende. Der Dresdner wurde auf dem Weg zum Tor gefoult, bekam einen Penaltyschuss zugesprochen und verwandelte den zum 2:1. Schiedsrichter Daniel Todam war bei der Chance gestolpert und in die Bande gekracht, das restliche Spiel wurde mit nur einem Haupt-Schiedsrichter zu Ende gespielt.
Rosenheim startete in Überzahl ins Schlussdrittel, nutzte diese Gelegenheit zum 2:2 aber nicht. Stattdessen lag nach 51 Sekunden die Scheibe wieder hinter Autio. Charlie Sarault schenkte die Scheibe in der neutralen Zone her und schickte so Travis Turnbull auf die Reise. Der Eislöwen-Kapitän setzte den Puck unter die Latte. Rosenheim erhöhte daraufhin die Schlagzahl, kam meist aber nur zu Schüssen aus der Ferne. Auf der anderen Seite hätte Drew LeBlanc den Sack schon 13 Minuten vor dem Ende zumachen können, scheiterte im Eins-gegen-Eins aber an Autio. Für die Vorentscheidung sorgte letztlich Johan Porsberger, der sieben Minuten vor dem Ende auf 4:1 erhöhte. Spätestens, als Stefan Reiter sechs Minuten vor der Sirene wegen eines Kniechecks vorzeitig zum Duschen musste und Dresden fünf Minuten in Überzahl agieren durfte, waren jegliche Hoffnungen auf ein Comeback der Starbulls zunichtegemacht.
Das sagen die Trainer: Niklas Sundblad, Dresdner Eislöwen: „Es war ein defensiv geprägtes Spiel. Das 2:1 war für uns sehr wichtig.“
Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „Wir haben 1:0 geführt, aber dann machen wir einen dummen Aufbaufehler, ein Spieler schläft und wir vertändeln die Scheibe und schon steht es 1:3. Im Großen und Ganzen haben wir gut gespielt, es gab aber zu viele Momente, in denen wir nicht play-off-reif waren.“
Die Spielstatistik: Dresdner Eislöwen – Starbulls Rosenheim 4:1 (1:1,1:0,2:0). Starbulls: Autio (Mühlberger) – Hanna, Dybowski; Zerressen, Tiffels; Beck, Vollmayer; Kühnhauser – Laub, Stretch, Hauner; Nirschl, Sarault, Järveläinen; Strodel, Ewanyk, Reiter; Zwickl, Handschuh, Stein.
Tore: 0:1 (3.) Hauner/Dybowski, Strodel; 1:1 (5.) Fox/Yogan; 2:1 (38.) Yogan – PS; 3:1 (41.) Turnbull; 4:1 (54.) Porsberger/Suvanto, Andres; Schiedsrichter: Cespiva/Todam; Strafminuten: Dresden 8, Rosenheim 11 plus Spieldauerstrafe gegen Stefan Reiter; Zuschauer: 4412.
Das nächste Spiel: Bereits am Dienstag kommt es in Rosenheim zum vierten und womöglich letzten Duell gegen Dresden. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.