Hamar – Mit der Teilnahme an den Einzelstrecken-Weltmeisterschaften im norwegischen Hamar ist für die beiden Inzeller Eisschnellläuferinnen Anna Ostlender und Maira Jasch eine lange Saison zu Ende gegangen.
So gab es zum Auftakt der Titelkämpfe für Ostlender gleich eine freudige Überraschung, sie durfte über die 500 Meter einen freien Platz einnehmen. In 38,69 Sekunden erreichte sie den 19. Platz. Dabei legte sie zunächst einen Fehlstart hin. „Leider habe ich dann beim zweiten Start die zweite Kurve nicht ganz getroffen. Trotzdem freue ich mich über diesen Bonus, dass ich als Reservefrau an den Start gehen durfte“, so ihr Fazit auf der Verbandsseite bei Instagram. Über die 1000 Meter landete sie auf dem 20. Rang, „Die ersten 700 Meter liefen gut, dann war der Ofen aus“, so die 21-Jährige. Pech hatte sie im Teamsprint, durch einen Sturz musste das Trio die Medaillen-Hoffnungen begraben. „Ich habe mir etwas bessere Leistungen erhofft, aber es ist einfach eine lange Saison gewesen und so langsam bin ich einfach müde und leer. Ich kann aber trotzdem zufrieden aus der Saison gehen, weil ich insgesamt einen guten Winter hatte“, so die Sprintspezialistin abschließend.
Für Maira Jasch war es auf ihrer Spezialstrecke, den 3000 Metern, am Ende der 17. Platz. „Damit bin ich zufrieden, 17. zu werden und das auch noch als jüngste Starterin im Feld und als einzige unter 20 Jahren, bei meiner ersten Weltmeisterschaft, ist schon mal ein Superschritt in die richtige Richtung“, so die 19-Jährige. Allerdings blieben ihr weitere Starts verwehrt, auf drei Strecken war sie auf dem ersten Reserveplatz. „Leider hatte ich nicht so viel Glück, um reinzurutschen“, bedauerte sie. „Jetzt freue ich mich auf die neue Saison und die Ausbildung bei der Bundespolizei“, so Jasch abschließend.
Auch für Inzells Eisschnelllauf-Abteilungsleiterin Heike Kofler waren die Leistungen von Ostlender und Jasch in diesem Winter bemerkenswert. „Beginnend mit den Meistertiteln in Inzell über alle Weltcups und den Aufstieg in die A-Gruppen war die Teilnahme bei der WM in Hamar der Saisonhöhepunkt. Ein wahnsinniges Pensum mit Rennen auf hohem Niveau“, bemerkte die ehemalige Sprintspezialistin. „Für beide ein super Fingerzeig in Richtung Olympiasaison und dass mit ihnen zu rechnen ist. Auch für sie persönlich ist es wichtig zu wissen, was sie leisten können und wie sie eventuell aus der einen oder anderen Situation, die dieses Jahr nicht ganz so optimal lief, lernen und die richtigen Schlüsse ziehen können“, so Kofler. SHu