Dresden – Aus und vorbei! Die Eishockey-Saison ist für die DEL2-Mannschaft der Starbulls Rosenheim beendet. Im fünften Spiel der Playoff-Viertelfinalserie mussten sich die Rosenheimer deutlich und verdient den Dresdner Eislöwen mit 1:5 geschlagen geben und scheiden damit aus. Die Sachsen haben die Serie mit 4:1 gewonnen und stehen im Halbfinale.
Der Spielfilm: Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt: Dresden legte richtig gut los und die Starbulls konnten sich eigentlich davon nicht mehr befreien. In der zweiten Minute hatte Johan Porsberger gleich zwei gute Möglichkeiten für die Sachsen, beide Male rettete Oskar Autio im Rosenheimer Gehäuse. Als dann Charlie Sarault eine unnötige Strafe zog, kam das Unheil heran. Die erste große Chance von Travis Turnbull landete noch nicht im Tor, als das Rosenheimer Viereck aber auseinandergezogen wurde, konnte Dane Fox auf den bereitgestellten Schläger von Andrew Yogan passen – das 1:0. Keine zwei Minuten später zog Oliver Granz von der blauen Linie ab und Nicolas Schindler ließ sich vor dem Rosenheimer Tor nicht von Zack Dybowski abhalten und fälschte erfolgreich zum 2:0 ab. Schindler gehörte zur vierten Sturmreihe der Elbstädter, die gewaltig radelte und den Gästen jede Menge Energie abringen konnte.
Im zweiten Abschnitt legte sich Travis Ewanyk mit Dresdens Pischoff an, beide mussten fünf fünf Minuten raus. Dann fiel das dritte Tor durch Sebastian Gorcik, der gerade von der eigenen Bank ins Spiel gekommen war und den Pass von Drew LeBlanc direkt verwertete. Sarault, Manuel Strodel und Ludwig Nirschl hatten dann auch Chancen auf Rosenheimr Seite, ehe Niklas Postel den Deckel endgültig draufmachte. Er war nach einem Pass von Tariq Hammond aus dem eigenen Drittel auf und davon und überwand Autio zum 4:0.
Im letzten Drittel verwandelte Tomas Sykora einen Konter zum 5:0 im rechten Winkel. Sekunden nach dem Powerbreak war Sykora wieder frei vor Autio, wurde aber gefoult. Es gab Penalty, den sich der Finne aber fischte. Den Schlusspunkt setzte Travis Ewanyk mit dem 5:1-Endstand, als er nach einem Fehler von Dresden-Goalie Danny Aus den Birken abstaubte. Das war der letzte Starbulls-Treffer in der laufenden DEL2-Saison 2024/25.
Die Schlüsselszene: Das waren die 110 Sekunden im ersten Drittel, in denen die ersten beiden Tore für Dresden fielen. Danach war das Spiel so gut wie gelaufen.
Der Spieler des Spiels: Tariq Hammond brilliert durch gute Defensivarbeit und starke Pässe nach vorne. Mit Regensburg war er letzte Saison Meister, er weiß, wie man Playoffs spielt. Und das war auch in dieser Serie zu sehen.
Das war gut: Aus Rosenheimer Sicht über die 60 Minuten gesehen nicht viel. Zu überlegen war Dresden. Stürmer Lukas Laub analysierte nach dem zweiten Drittel: „Die Dresdner wollen es einfach mehr.“ In der Tat.
Das war schlecht: Es bleibt dabei: das Überzahlspiel. Dresden hat sich in drei der vier erfolgreichen Spiele durch einen Powerplay-Treffer auf die Siegerstraße gebracht. Die Starbulls konnten kein einziges Überzahlspiel veredeln. Diesmal gab es sogar kaum Torchancen mit einem oder auch zwei Mann mehr auf dem Eis.
Das war los mit: Ville Järveläinen. Der musste relativ früh aus dem Spiel, kam dann noch einmal kurz aufs Eis, ehe er wieder in der Kabine verschwand. Beim Shakehands nach der Partie sah man den Deutsch-Finnen mit einbandagierter Hand. „Er hat einen Finger verloren“, drückte es Coach Jari Pasanen in der Pressekonferenz drastisch aus. Den Platz Järveläinens in der Sturmformation hatte Sebastian Zwickl eingenommen.
Das sagen die Trainer: Niklas Sundblad, Dresdner Eislöwen: „Es war eine sehr gute Serie mit zwei sehr starken Torhütern. Das erste Drittel war der Knackpunkt, wir haben Rosenheim unter Druck gesetzt. Wir haben da ein sehr starkes Spiel geliefert. Rosenheim und Autio haben eine sehr starke Saison gespielt. Wir genießen jetzt erst einmal und dann sehen wir, welchen Gegner wir im Halbfinale bekommen.“
Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „Es war eine harte Serie, wir haben alles gegeben, was wir konnten. Wir waren 0:2 hinten, wir haben Ville verloren, dann musste ich umstellen und dann hat nicht mehr viel geklappt. Dresden war heute besser und hat meiner Meinung nach auch die Serie verdient gewonnen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft und auch auf die Fans. Wie die Mannschaft allen Umständen getrotzt hat – wir haben für die Starbulls in diesem Jahr alles gegeben.“
Die Spielstatistik: Dresdner Eislöwen – Starbulls Rosenheim 5:1 (2:0, 2:0, 1:1). Starbulls: Autio (Mühlberger) – Hanna, Dybowski; Beck, Vollmayer; Tiffels, Zerressen; Kühnhauser – Strodel, Stretch, Hauner; Laub, Sarault, Järveläinen; Gnyp, Ewanyk, Nirschl; Zwickl, Handschuh, Stein.
Tore: 1:0 (11.) Yogan/Fox, Suvanto – PP1, 2:0 (13.) Nicolas Schindler/Granz, Hendreschke, 3:0 (26.) Gorcik/LeBlanc, Hammond, 4:0 (39.) Postel/Hammond, Karlsson, 5:0 (46.) Sykora/Karlsson, 5:1 (57.) Ewanyk.
Schiedsrichter: Hoppe/Voit; Strafminuten: Dresden 21, Rosenheim 15; Zuschauer: 4232.