„Das sind die zwei leichtesten Spiele“

von Redaktion

LANDESLIGA 1860 Rosenheim erwartet Top-Team – Auch Bruckmühl mit Heimspiel

Rosenheim/Bruckmühl/Traunstein – Wenn der TSV 1860 Rosenheim am morgigen Sonntag um 14 Uhr den TuS Geretsried zum Punktspiel in der Fußball-Landesliga Südost erwartet, dann sind die Rollen klar verteilt. Auf der einen Seite eine Mannschaft auf dem absteigenden Ast, die seit 14 Spielen nicht mehr gewonnen hat, auf der anderen Seite eine Offensiv-Tormaschine mit Aufstiegsambitionen. Die Sechziger als Außenseiter, Geretsried als klarer Top-Favorit.

Vielleicht spricht Rosenheims Trainer Helmut Lucksch auch deshalb von „den zwei leichtesten Spielen“, die für sein Team nun auf dem Plan stehen. Denn nach dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten folgt das Gastspiel beim Fünften, dem VfB Hallbergmoos. Die Sechziger haben also nichts zu verlieren? Mitnichten. Denn die Lücke auf die hinteren Plätze wird immer kleiner. Der Vorsprung auf die Relegationsränge ist auf sechs Zähler geschrumpft und die Tendenz stimmt nicht gerade zuversichtlich, nachdem man in den vier Spielen gegen Teams, die hinter den Rosenheimern platziert waren, nur zwei Zähler einfahren konnte. Und jetzt kommen fünf Gegner, die aktuell auf den Plätzen zwei bis sieben stehen!

Trainer Lucksch verbreitet aber Optimismus. Zum einen hätte seine Mannschaft „gut trainiert“ und „die richtigen Schlüsse aus der Niederlage in Kastl gezogen“, andererseits wird der Kader kompletter. Michael Summerer und Simon Fischer haben eine komplette Trainingswoche hinter sich, Johann Ngounou Djayo „haben die 90 Minuten gut getan“. Und mit Louis Zimmerschied rückt eine weitere wichtige Alternative erstmals nach Verletzungspause in den Kader auf.

Demgegenüber steht ein Gegner, der in 26 Spielen bereits 70 Tore erzielt hat und mit Srdan Ivkovic (26 Tore) und Belmin Idrizovic (20) gleich zwei Akteure unter den Top Drei der Torjägerliste hat. 1860 wird auf seine starke Abwehr bauen, Lucksch sagt aber auch: „Bei der Qualität der Stürmer ist es extrem unwahrscheinlich, dass wir nur mit Verteidigen durchkommen. Wir können nicht hoffen, dass wir zwei Busse hinten reinstellen und die das Tor nicht treffen.“ Und deshalb „brauchen wir auch unsere Ballbesitzphasen, ohne denen aber ins offene Messer zu laufen. Unser Ziel ist nicht ein 0:0.“ Das Hinspiel haben die Sechziger sogar mit 1:0 gewonnen. „Wir wissen also, wie es geht“, sagt Lucksch.

Nächstes Spiel im
Abstiegs-Dreierpack

Kann der SB Chiemgau Traunstein bei seinem „Abstiegskampf-Dreierpack“ in der Fußball-Landesliga Südost nachlegen? Den ersten Teil hatten die Schützlinge von Trainer Danijel Majdancevic mit dem 1:0 gegen den FC Schwabing (15. Platz/26 Punkte) zuletzt erfolgreich bewältigt. Nun geht es für den SB Chiemgau (12./29) heute, Samstag (14 Uhr), beim TSV Eintracht Karlsfeld (16./25) zur Sache, ehe am Freitag, 4. April (19 Uhr), das Heimspiel gegen das derzeitige Schlusslicht SV Bruckmühl (18./18) folgt. „Wir wollen gewinnen – aber wir werden sehen, was dabei rauskommt“, zeigt sich Majdancevic verhalten optimistisch. Verzichten müssen die Gäste aus Traunstein diesmal auf Hannes Kraus (Hand-OP) sowie den angeschlagenen Andrij Pelypenko. „Aber der Kader ist groß genug, wir können das auffangen“, betont der Coach.

Nächstes Heimspiel
für den SV Bruckmühl

Nach zweiwöchiger Zwangspause geht es für den SV Bruckmühl heute um 14 Uhr mit der Partie gegen den TSV Murnau weiter. Kurios: Nach der Spielabsage ist es das vierte Heimspiel in diesem Jahr in Folge – und erneut gastiert eines der TopTeams der Liga im Mangfallstadion. Für Murnau ist es bereits der zweite Besuch in der Marktgemeinde in diesem Jahr. Denn der Aufsteiger nahm im Sommer am Kunze Cup teil und holte sich den Turniersieg. Für die dortige 0:4-Niederlage revanchierten sich die Bruckmühler im Ligabetrieb. Am zehnten Spieltag feierte der SVB im Werdenfelser Land seinen zweiten Saisonsieg. Die Murnauer sind bislang das Überraschungsteam der Landesliga Südost und stehen auf dem vierten Rang. Trotz der klaren Vorzeichen glaubt Bruckmühls Sportlicher Leiter Stephan Keller weiter an die Mannschaft: „Wir wollen uns belohnen. Es ist der Mannschaft anzumerken, dass sie sich noch lange nicht aufgesteckt hat.“ Verzichten muss das Trainerteam auf Thomas Mühlhamer. Der Innenverteidiger ist noch rot-gesperrt.tn/who/nik

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