Bruckmühls Abstieg ist amtlich

von Redaktion

SVB verliert in Garmisch mit 0:3 – Alle drei Tore waren Elfmeter

Garmisch-Partenkirchen – Nun ist es auch rechnerisch amtlich: Der SV Bruckmühl muss den Gang aus der Fußball-Landesliga Südost in der Bezirksliga antreten. Am 31. Spieltag unterlag der SVB beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen mit 0:3. Kurios: Alle drei Gegentreffer resultierten aus einem Foulelfmeter. Nach der fünften Niederlage in Folge ist der Abstieg aus der sechsthöchsten Spielklasse nicht mehr abzuwenden.

Das Bruckmühler Trainerteam musste beim Auswärtsspiel im Werdenfelser Land auf mehrere Akteure aus unterschiedlichen Gründen – Privates, Krankheit, Verletzung – verzichten. Nach nicht einmal acht Minuten folgte die nächste Hiobsbotschaft: Eigengewächs Niklas Macek, der nach längerer Zeit mal wieder von Beginn an ran durfte, knickte infolge eines Pressschlages um und musste mit einer Bänderverletzung bereits früh vom Platz.

Im ersten Durchgang waren die Hausherren im Stadion am Gröben das überlegene Team, ließen aber mehrere gute Gelegenheiten auf die Führung aus. Mehrfach scheiterte Moritz Müller im Alleingang, zweimal verhinderte die Latte einen Rückstand aus Sicht des SV Bruckmühl. Mitten in die Drangphase der Hausherren hätten die Gäste den bisherigen Spielverlauf aber auf den Kopf stellen können, als sich Genti Krasniqi eine Topchance bot. Doch der Offensivspieler brachte den Ball nicht im Tor unter. „Wenn wir dort in Führung gegangen wären, hätte sich das Spiel ganz anders entwickelt“, war sich SVB-Trainer Mike Probst im Nachgang sicher.

Unmittelbar vor der Pause war der Matchplan, „Gegentreffer in der ersten Halbzeit verhindern und die Partie lange offenhalten“ beendet: Binnen weniger Augenblicke bekamen die Gastgeber zwei Elfmeter zugesprochen. Den ersten gab es nach einem Konter, der zweite resultierte aus einer Slapstick-Aktion. Beide Male traf Jonas Poniewaz.

Nach der Pause gelang es dem SVB, die Partie ausgeglichener zu gestalten. Das Tabellenschlusslicht kam nun selbst zu immer mehr offensiven Möglichkeiten. Einmal mehr zeigte sich allerdings die fehlende Qualität im Angriff. Nach fast genau einer Stunde stellte Maximilian Heringer dann den 3:0-Endstand her. Dem erneuten Treffer vom Punkt war ein umstrittener Elfmeterpfiff vorausgegangen. Torwart Manuel Aigner hatte bei einer Klärungsaktion primär den Ball erwischt, allerdings auch den Gegenspieler.

Trotz der erneuten Pleite zeigte sich Probst weitestgehend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Die Mannschaft lebt und gibt trotz der Tabellensituation alles. Im Vergleich zu den letzten Spielen war eine Verbesserung sichtbar.“

SV Bruckmühl: Aigner, Mühlhamer, Krasnic, Macek (6. Schalli), Schweder (81. Bartl), Cosentino, Kraxenberger, Wechselberger, Schreder, Kunze (69. Dziduch), Krasniqi (74. Spitzer).

Schiedsrichter: Lorenz (DJK Allersberg)

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Poniewaz (Foulelfmeter, 43.), 2:0 Poniewaz (Foulelfmeter, 45. + 2), 3:0 Heringer (Foulelfmeter, 65.). nik

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