Zu löchrig und ideenlos

von Redaktion

Prien verliert Relegations-Hinspiel 27:33

Forstenried – Die Priener Handball-Herren haben zum Hinspiel der Aufstiegsrelegation in die Bezirksoberliga beim TSV Forstenried antreten müssen. Nach ausgeglichenem Beginn musste sich der TuS nach zwischenzeitlicher Aufholjagd mit 27:33 geschlagen geben.

Hoch motiviert ging die Truppe von Coach Igor Lukac in die Begegnung. Die Anspannung war groß, die Nervosität spürbar. Die Mannschaft wusste, dass das Hinspiel eine Vorentscheidung hervorrufen kann und dass man hier keinesfalls unter die Räder kommen sollte. Zu Beginn kamen die Chiemseer auch gut in die Partie. Über Tore von Stefan Ziegmann und Markus Gallinger konnte man mit 2:0 in Führung gehen. Erst fünfeinhalb Minuten nach Spielbeginn ließ der TuS den ersten Gegentreffer zu. Das Manko hierbei war, dass man zu diesem Zeitpunkt selbst auch lediglich zwei Treffer erzielt hatte. Im Anschluss entwickelte sich in den ersten 15 Minuten eine ausgeglichene Partie. Anschließend gewann der TSV die Oberhand und konnte sich bis zur Halbzeit auf 15:11 absetzen. Der TuS verlor in dieser Phase viel zu einfache Bälle. Das Angriffsspiel wirkte zudem statisch.

Für die zweite Hälfte nahm sich der TuS vor, im Angriff mehr Bewegung ins Spiel zu bringen, die Abschlüsse konsequenter zu verwerten und so die schnellen Tempogegenstöße der Forstenrieder zu unterbinden. Bis zur 40. Spielminute schien dies auch zu gelingen und Prien holte Tor um Tor auf, bis schließlich der 18:19-Anschlusstreffer erzielt werden konnte. Gäste-Trainer Claus Lohmann reagierte und nahm ein Team-Timeout. Dies sollte einen Bruch im Priener Spiel markieren. In der Folge agierten die Chiemgauer im Angriff ideenlos und in der Abwehr zu löchrig. Zudem leistete man sich viel zu einfache Ballverluste, die von Forstenried gnadenlos ausgenutzt wurden. Zwischenzeitlich sah sich der TuS mit einem Acht-Tore-Rückstand konfrontiert.

Prien muss im Rückspiel mit mindestens sechs Toren Unterschied gewinnen, um eine Verlängerung zu erzwingen. Bei einem Sieg mit sieben Toren Differenz ist der Aufstieg noch zu schaffen. „Natürlich ist das Ergebnis alles andere als gut für uns“, so Priens Trainer Igor Lukac. „Doch aufgeben war und ist für uns nie eine Option. Wir haben in dieser Saison schon öfter schlechte Tage erwischt und anschließend bewiesen, was in uns steckt. Wir werden am Samstag alles raushauen, was wir haben und versuchen, das Ding noch zu drehen.“

Das Rückspiel in der heimischen LTG-Halle wird am heutigen Samstag um 19.30 Uhr angepfiffen. Priens Rückraumspieler Markus Gallinger will die Hoffnung nicht aufgeben: „Im Moment ist Halbzeit, da lagen wir schon öfter mit sechs Toren hinten und haben dann noch was geholt.“ Man darf also auf die Reaktion der Mannschaft gespannt sein.re

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