Bayernliga-Stenogramm

von Redaktion

Die Enttäuschung der Erlbacher Bayernliga-Fußballer nach dem 0:4 beim Saisonfinale in Kirchanschöring war nach dem Schlusspfiff relativ schnell verflogen. „Jetzt freuen wir uns einfach nur auf die Relegation zur Regionalliga“, sagte Coach Lukas Lechner, „da können wir wieder eine ähnliche Kulisse genießen – und wir können da nur gewinnen.“ Das Hinspiel steigt am Freitag um 19 Uhr daheim gegen die SpVgg Hankofen-Hailing.

Genauso wie Lechner sieht es auch Erlbachs Offensivmann Lenny Thiel, der eine ähnliche Monster-Chance zur 1:0-Führung vergeben hatte wie Sebastian Hager – das Match hätte also durchaus einen ganz anderen Verlauf nehmen können. „Es geht in der Relegation wieder bei null los. Beim 3:0 in der Vorwoche gegen Pipinsried hat alles gepasst, hier in Kirchanschöring dagegen nicht. So ist das eben im Fußball.“ Man freue sich nun riesig, so der neunfache Saison-Torschütze, weiter in der „Regionalliga-Lotterie“ vertreten zu sein.

Lechner, Thiel und die weiteren Protagonisten aus dem Holzland sind sich jedoch auch darüber im Klaren, dass in der Aufstiegsrunde zu Liga 4 eine klare Steigerung her muss, denn der „Anschöringer“ Sieg war auch in den Augen des SVE-Trainers „völlig verdient“. Umgekehrt ausgedrückt: „Die erste Viertelstunde nach der Pause, als wir drei Gegentore bekommen haben, war die reinste Katastrophe“, redet Thiel Klartext. „Wir haben nie in unser Spiel gefunden“, formulierte es der Erlbacher Chefanweiser ein wenig gnädiger, „der Kopf war durch den Druck nicht frei, wir haben nicht die Intensität reinbekommen wie sonst“.

Auch das nötige Ballglück war diesmal nicht auf SVE-Seite – etwa beim 2:0 für den SVK, als Christopher Obermeier einen Schuss von Julian Galler derart unglücklich abfälschte, dass die Kugel hoch im langen Eck einschlug – ohne Abwehrchance für Torwart Andreas Steer.

SVK-Trainer Thomas Leberfinger freute sich über den „optimalen Ablauf“ mit den Toren von Gabriel Öllerer und Julian Galler, die beide neben sieben weiteren Kickern den Verein verlassen werden, des Ex-Erlbachers David Lobendank sowie von Kapitän Manuel Omelanowsky, der damit auf den letzten Drücker zum bislang Führenden in der SVK-Torschützenliste, Jonas Kronbichler, aufschloss (beide 14 Buden). Leberfinger gab unumwunden zu: „In der ersten Hälfte hatten wir Glück, dass Erlbach nicht in Führung gegangen ist.“ Was seine Mannen in Durchgang zwei abgeliefert hätten, sei „brutal gut“ gewesen, wobei er unter anderem Felix Bischoff (wechselt zum Landesligisten ESV Freilassing) für dessen Lauf- und Kampfbereitschaft lobte.

Der siebte Platz in der Endabrechnung nach äußerst schwierigem Saisonstart: Simon Wadislohner aus der SVK-Spartenleitung sprach sogar von einer „grandiosen Spielzeit“. Die Art und Weise, wie man ab dem Gastauftritt in Schalding in der Herbstrunde die Wende herbeiführte, sei „überragend“ gewesen, so Wadislohner. Die SVK-Funktionäre wünschten den Erlbachern „viel Erfolg in der Relegation“.

Und sie verabschiedeten neben Bischoff, Öllerer und Galler nach dem Erlbach-Match auch noch Simon Jauk, Dominik Buxmann, Jonas Peer, Luka Lukic, Michael Angerer und Ersatzkeeper Julian Disterer, der mit dem Landesligisten FC Schwabing in Verbindung stehen soll. cs

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