Das Verkorkste noch retten

von Redaktion

Im Eishockey sind es die Play-offs, im Fußball ist es die Relegation – mit die schönste Zeit des Jahres. Es geht um alles oder nichts vor euphorisierten Fans. Und es geht darum, eine gute Saison zu krönen oder eine verkorkste gerade noch zu retten. So wie beim TuS Raubling und beim TSV Siegsdorf.

Raubling/Siegsdorf – Schon weit vor dem letzten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Ost war klar, dass der TuS Raubling und der TSV Siegsdorf nachsitzen müssen. Die Inntaler treffen in der ersten Runde der Relegation auf den FC Gerolfing, die Chiemgauer bekommen es mit dem BC Attaching zu tun – beide aus der Bezirksliga Nord. Auch der TSV Bad Endorf ist zum Schluss noch in die Relegation gerutscht und muss beim TSV Peiting aus der Bezirksliga Süd ran – allerdings erst Mittwoch.

Schauplatz Siegsdorf: „Wir sind zuversichtlich“, gibt sich Siegsdorfs Trainer Willi Aigner kämpferisch für die Saisonverlängerung. In der ersten Runde bekommt es sein Team dabei mit dem BC Attaching zu tun, der in der Bezirksliga Nord die Spielzeit auf den zwölften Rang abgeschlossen hat. Das erste Duell steigt am Dienstag um 18.30 Uhr in der Hobmaier-Arena in Siegsdorf. Das Rückspiel ist dann für Samstag um 15 Uhr angesetzt. Über den Gegner wussten die Siegsdorfer bislang noch nicht allzu viel. „Wir sind gerade noch dabei, Informationen einzuholen“, erklärte Aigner. „Sie sind aber wohl eine sehr kampfstarke und robuste Mannschaft.“ Es werde deshalb ein Abnutzungskampf werden, sagt der Siegsdorfer Coach voraus. Das letzte Saisonspiel beim TuS Holzkirchen verlor sein Team mit 1:6. Die Klatsche werde aber keinen Einfluss haben, betonte Aigner. „Die Niederlage war durchaus einkalkuliert von uns, wir haben einige angeschlagene Spieler geschont“, ergänzte er. Beim TSV hofft man nun, dass Torwart Fabian König fit wird. Der Siegsdorfer Schlussmann musste ja in der Partie gegen den TSV Zorneding früh verletzt raus und verpasste dann die letzten beiden Pflichtspiele in der Liga. „Es wäre natürlich wichtig für uns, wenn es bei ihm ginge“, betonte Aigner, der wieder auf Mateusz Galanek zurückgreifen kann. Dafür wird wohl Raphael Doll (Adduktoren) passen müssen.

Schauplatz Raubling: Im Inntalstadion trifft der TuS Raubling am Dienstag ab 19.30 Uhr auf den Tabellen-13. der Nord-Gruppe, den FC Gerolfing. Das Rückspiel steigt dann am Samstag in der Nähe von Ingolstadt. Beide Teams haben zuletzt ansteigende Form bewiesen: Gerolfing feierte zwei Siege mit insgesamt elf eigenen Treffern, Raubling hat die letzten drei Begegnungen für sich entschieden. „Die Form zeigt eindeutig nach oben. Deshalb sind wir zuversichtlich, auch wenn es eine harte Aufgabe wird“, sagt TuS-Coach Hannes Jenewein. Er sieht sein Team gut gerüstet, „weil wir die Spannung hochgehalten haben“. Michael Brunnhuber fällt weiterhin aus, dafür ist Bastian Unsin wieder eine wertvolle Alternative geworden. Während Gerolfing, das mit Ex-Nationalspieler Christian Träsch als Spielertrainer aufkreuzt, bereits im vergangenen Sommer Relegationserfahrung sammeln konnte und damals den Aufstieg schaffte, ist die Saisonverlängerung für Raublings Coach „absolutes Neuland. Ich habe noch keine Relegation mitgemacht.“ Er glaubt aber, dass sich „derjenige durchsetzen wird, der in gewissen Situationen abgeklärter ist und mit den Emotionen am besten umgehen kann“.bst/tn

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