Rosenheim – Die Meisterschaft durfte der SB DJK Rosenheim nach dem Stadtderby noch nicht feiern, die Erleichterung nach dem späten Punktgewinn beim SV Westerndorf war beim Tabellenführer der Fußball-Kreisliga 1 dennoch groß. Spielmacher Omer Jahic war diesmal an keinem Tor seiner Mannschaft beteiligt, hatte aber kurz vor Spielende gleich zweimal die Chance, mit einem Freistoß doch noch für den Dreier zu sorgen. Im Interview spricht er über das Derby, die Freistöße und seinen Bruder.
Wie ist Ihre Gefühlswelt kurz nach dem Spiel?
Dieses Spiel kann man auch verlieren. Wir müssen deshalb froh sein, dass wir einen Punkt mitgenommen haben. Vor dem Spiel hätte ich auch unterschrieben, dass wir einen Punkt holen.
Es war ein Spiel mit zwei komplett verschiedenen Halbzeiten. Was haben Sie in der Kabine besprochen?
In der ersten Halbzeit sind wir, nach meinem Geschmack, ein bisschen zu tief gestanden. Wenn du dann hinten liegst, musst du in der Halbzeit etwas ändern. In der zweiten Halbzeit sind wir einfach voll drauf und es hat gut ausgeschaut.
Aber es hat lange gedauert, bis das Tor gefallen ist.
Ja, das stimmt. Westerndorf hat auch eine sehr gute Mannschaft, sie spielen schon lange zusammen. Wir haben vor dem Spiel gewusst, dass es schwierig wird. Wie gesagt, wir können froh sein, dass wir einen Punkt mitgenommen haben.
Sie hatten in der Nachspielzeit mit zwei Freistößen die Chance, drei Punkte draus zu machen. Was ging da in Ihrem Kopf vor? Überlegen Sie da noch, wo Sie hinschießen, oder ist das Instinkt?
Das ist Instinkt. Manchmal schießt man über die Mauer, manchmal in die Torwartecke. Es war knapp, sehr schade. Vor allem beim ersten Freistoß gegen die Latte hatte ich viel Pech.
Ein Spieler, der diese Saison im Fokus steht, gehört zu Ihrer Familie: Fikret Jahic. Wie ist es, mit Ihrem Bruder auf dem Platz zu stehen?
Es ist richtig geil, wenn du so einen Kicker dabei hast. Insbesondere, weil er mein Bruder ist. Dann schmeckt es noch besser. Er verlässt uns dieses Jahr. Für mich ist es schade, aber für ihn ist das gut. Er kann sich weiterentwickeln, er ist noch jung und soll es einfach probieren.
Welche Tipps können Sie ihm mitgeben?
Es ist schon ein ganz großer Unterschied, muss man ganz ehrlich sagen. Ich glaube aber, dass er es drauf hat. Er ist talentiert und hat Bock – das ist das Wichtigste. Ich glaube, dass er es schafft. Wir hoffen es für ihn.