Hankofen – Es hat nicht sollen sein für den SV Erlbach. Der Vorjahres-Meister der Fußball-Bayernliga Süd – heuer Rangdritter des Klassements – ist am Dienstagabend vor 2500 Besuchern in der Relegation zur Fußball-Regionalliga Bayern gescheitert. Vier Tage nach dem 0:1 im Hinspiel vor ähnlicher Kulisse kamen die Schützlinge von Trainer Lukas Lechner im Retourmatch in Niederbayern nicht über ein 1:1-Remis hinaus. So werden die Kicker aus dem Landkreis Altötting auch in der kommenden Saison fünftklassig unterwegs sein, während Hankofen in Liga 4 bleibt.
„Wir sind für wenige Fehler von einer brutal effektiven Mannschaft bestraft worden“, resümierte Erlbachs Kapitän Alexander Fischer. „Hankofen hat in den beiden Partien aus eineinhalb Chancen zwei Tore gemacht, das ist eine besondere Qualität – und das muss man anerkennen.“ Die Erlbacher hatten wie schon im Hinspiel mehr Ballbesitz, wirkten auch fitter, doch „im Fußball gewinnt am Ende oft nicht der Bessere, sondern der Effektivere“, analysierte Fischer.
Vor ausverkauftem Haus am Reißinger Bach – das Stadion musste vor Spielbeginn geschlossen werden – ging das Lechner-Team kurz vor der Pause in Führung: Tobias Steer (wechselt zum Landesligisten SpVgg Landshut) flankte mustergültig nach innen, Lenny Thiel löste sich von seinem Gegenspieler, konnte den Ball gut sichern und schloss trocken ins rechte Eck ab.
Auch für die Mannen aus dem Holzland war der Aufstieg jetzt wieder zum Greifen nah, doch in der 62. Minute glichen die „Dorfbuam“ aus: Daniel Rabanter wurde nicht entscheidend angegriffen, nahm Maß und knallte den Ball aus 22 Metern flach ins linke Eck. In der Folge nutzte Hankofen seine komfortable Situation, aus der sicheren Defensive heraus agieren zu können – und brachte schließlich den Klassenerhalt unter frenetischem Jubel der SpVgg-Fans ins Ziel.cs