„Blutauffrischung“ beim SBC Traunstein

von Redaktion

Angriffstrio geht, Youngster im Kader

Traunstein – Der Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga Südost ist geschafft – doch bis dahin war es ein steiniger Weg für den SB Chiemgau Traunstein. Unter anderem hatten die Kreisstädter drei Trainer (Robert Gierzinger, Slaven Jokic und Danijel Majdancevic) gebraucht und mussten in die Relegation. Dort war nach zwei Runden der Klassenerhalt geschafft. Nun laufen die Planungen für die kommende Spielzeit auf Hochtouren.

SBC-Abteilungsleiter Uli Habl zeigt sich zunächst einmal erleichtert: „Das war eine Saison mit vielen Aufs und Abs. Die Relegation war dann eine emotionale Reise.“ Doch nun ist es geschafft. „Es war insgesamt ein schwieriges Jahr – und das lag nicht am Potenzial der Mannschaft“, betont er. Doch „die Mentalität war nicht immer da. Natürlich gab es auch Unruhe durch die Trainerwechsel.“ Diese Wechsel „wollten wir nicht, aber es passte zum Teil nicht, obwohl die Trainer gut waren“. Rückkehrer Majdancevic war der Dritte im Bunde, „und er hat einen tollen Job gemacht“. Majdancevic beendet seine Trainertätigkeit, weil er wieder mehr Zeit für die Familie haben will (wir berichteten). Für ihn ist als Ersatz künftig ein Trainerteam vorgesehen. „Ein Teil davon steht schon, aber ein Teil fehlt noch“, berichtet der Abteilungsleiter.

Was den Kader angeht, bleibt das Gerüst der Mannschaft zusammen. Doch es gibt einige Abgänge: Neben Majdancevic, der zeitweise auch noch als Spieler aushalf, verlassen gleich drei bewährte Offensivkräfte den Verein. Dies sind Mark Kremer, Sascha Marinkovic und Karlo Jolic, zusammen in dieser Saison für 20 Tore (von insgesamt 44) in der regulären Punkterunde verantwortlich. Bei Routinier Marinkovic (32 Jahre) sowie bei Jolic (22) ist das Ziel noch unbekannt, Mark Kremer (21) wechselt zum Landesliga-Lokalrivalen ESV Freilassing. „Sein Wechsel ist für uns natürlich bitter, denn er ist schließlich ein Eigengewächs. Außerdem ist er ein super Typ“, sagt Habl.

Andere Eigengewächse dagegen werden nun aus der A-Jugend aus der Bezirksoberliga-Mannschaft hochgezogen: Dazu gehören Elias Hufnagl, der in dieser Saison schon vereinzelt in der ersten Mannschaft zum Einsatz gekommen war, sowie dessen Zwillingsbruder Noah, Peter Horn und die beiden Angreifer Michael Steinbacher (24 Tore in 26 Spielen) und Luca Paticchia (18 in 27). Als Vorbild für sie könnte der Weg von Jonas Kranzfelder dienen: Der 20-jährige Mittelfeldspieler brachte es in der Landesliga schon auf 17 Einsätze in der vergangenen Runde. Landesliga-Erfahrung haben Lennard Schweder und Genti Krasniqi. Die beiden 21-Jährigen waren in der vergangenen Saison Stammspieler beim Landesliga-Absteiger SV Bruckmühl, „Unsere Planungen sind noch nicht abgeschlossen“, sagt Habl.who

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