Bruckmühl/Rosenheim/Trostberg/Burgkirchen – Aufgeteilt sind diese acht Mannschaften in zwei Gruppen, die jeweils in Halbfinale und Endspiel auf neutralen Plätzen die beiden Teilnehmer für das Kreis-Oberhaus in der kommenden Spielzeit ermitteln. Im „Westen“ duellieren sich am Donnerstag um 19 Uhr der SV Tattenhausen (Zwölfter Kreisliga 1) und der TV Feldkirchen (Zweiter Kreisklasse 2) in Bruckmühl sowie um 19.30 Uhr der TuS Bad Aibling (13. Kreisliga 1) und der SV/DJK Griesstätt (Zweiter Kreisklasse 2) in Westerndorf. Im „Osten“ stehen sich jeweils um 19 Uhr der FC Hammerau (Zwölfter Kreisliga 2) und der TSV Neumarkt-St. Veit (Zweiter Kreisklasse 3) in Burgkirchen sowie der VfL Waldkraiburg (13. Kreisliga 2) und die DJK Weildorf (Zweiter Kreisklasse 4) in Trostberg gegenüber. Die jeweiligen Sieger bestreiten dann am Pfingstmontag die entscheidenden Spiele.
Besonders interessant ist die Konstellation im „Westen“, denn sie erinnert an die Relegation zur Kreisliga aus dem Sommer 2023: Schon damals waren Bad Aibling, Tattenhausen und Griesstätt mit von der Partie, statt Feldkirchen war der DJK-SV Edling dabei. Bad Aibling stieg damals ab (übrigens auf dem Sportplatz in Westerndorf), Griesstätt schaffte im „Endspiel“ vor über 1000 Zuschauern gegen Tattenhausen durch einen Sieg im Elfmeterschießen den Aufstieg. Jeweils ein Sieg von Griesstätt und Tattenhausen – und dieses Duell ist erneut perfekt! Im „Osten“ müssen mit dem VfL Waldkraiburg und dem FC Hammerau zwei ehemalige Bezirksligisten den Absturz in die Kreisklasse verhindern, bei den Industriestädtern würde eine Niederlage sogar den freien Fall aus der Bezirksliga zwei Klassen tiefer bedeuten.
Schauplatz Bruckmühl: Sowohl der SV Tattenhausen als auch der TV Feldkirchen gehen in der Marktgemeinde mit breiter Brust ins Spiel. Kreisligist Tattenhausen hat nur eines seiner letzten sechs Spiele verloren, dafür gleich deren vier gewonnen. Kreisklassist Feldkirchen ist seit April ungeschlagen und hat seitdem sieben Siege errungen. In sechs von neun Spielen blieb man sogar ohne Gegentor. Obgleich der TVF monatelang einige Spieler verletzt ersetzen musste, hat man auf gutem Niveau abgeliefert. Die Leistung ist umso bemerkenswerter, weil man vor einem Jahr sogar um den Verbleib in der Kreisklasse bangen musste – den sicherte man sich erst via Relegation.
Schauplatz Westerndorf: Ob die Römerstraße ein schlechtes Omen für den TuS Bad Aibling ist? 2023 stieg man dort in der Relegation durch ein 0:1 gegen Tattenhausen ab, im April musste man sich im Ligaspiel gegen den SV Westerndorf trotz 1:0-Führung noch mit 1:2 geschlagen geben. Die Kurstädter müssen eine verkorkste Rückrunde – seit der Winterpause gab es nur zwei Siege und zwei Unentschieden in zwölf Spielen – in der Saisonverlängerung wettmachen. Kreisklassist SV/DJK Griesstätt muss es schaffen, die verpasste Meisterschaft abzuschütteln und die Gedanken an die 2023 gewonnene Relegation zu richten. Zumal die Truppe seit Winter ungeschlagen ist. In den elf Spielen gab es sieben Siege, zudem blieb man gleich achtmal ohne Gegentreffer.
Schauplatz Burgkirchen: Der FC Hammerau hat seit 20 Jahren nur in der Kreisliga (15 Jahre) oder Bezirksliga (fünf Jahre) gespielt, nun droht der Absturz in die Kreisklasse. Seit der Winterpause musste man sich immerhin nur in der Hälfte der zwölf Spiele geschlagen geben. Zuletzt hat man einen 4:0-Sieg über den SV Oberteisendorf errungen und damit Selbstvertrauen getankt. Auch der TSV Neumarkt-St. Veit gewann mit 2:1 beim FC Töging II die Schlussrunde in der Kreisklasse 3. Seit Winter ist die Bilanz mit 4-6-2 eher durchwachsen für einen Vizemeister, allerdings ist man seit neun Spielen ungeschlagen – die Brust dürfte stark angewachsen sein.
Schauplatz Trostberg: Dass in Trostberg auch im Jahnstadion gespielt wird, dürfte dem VfL Waldkraiburg zumindest ein kleines Heimatgefühl verleihen. Ansonsten geht es für den langjährigen Bezirksligisten um einiges, war man doch vor zwei Jahren noch in die Bezirksliga aufgestiegen. Damals gewann der VfL alle seine vier Relegationspartien – mit Marko Komes, Lucas Block und Lukas Perzlmaier sind auch noch einige Spieler von damals mit dabei. Jüngere Relegations-Erfahrung hat auch die DJK Weildorf – die hat sich erst vor einem Jahr den Verbleib in der Kreisklasse in der Saisonverlängerung gesichert. Nun klopft man gleich mal ein Tor weiter oben an. Seit der Winterpause gab es in 13 Spielen neun Siege und drei Remis, davon sieben Partien ohne Gegentor.