Rosenheim – Es geht wieder los: Am Sonntag um 11 Uhr öffnet der TC 1860 Rosenheim wieder seine Pforten für die Zuschauer an der Pürstlingstraße zum ersten Saisonspiel der Tennis-Bundesliga gegen die Gäste aus Frankfurt.
Der Wetterbericht passt, die Tribünen sind aufgebaut und fürs Catering ist gesorgt, nun kann sich vollends aufs Tennis fokussiert werden. Hier war der Blick der 60er-Verantwortlichen die letzten Tage noch auf Wimbledon gerichtet, wo man wie immer ambivalent das gute Abschneiden der eigenen Leute verfolgen musste. Die gute Nachricht ist: Es konnte bereits ein schlagkräftiges Team an motivierten Spielern verpflichtet werden, das gute Chancen hat, den so wichtigen Auftaktsieg zu sichern. Somit ist es zu verkraften, dass Sebastian Ofner überraschend die dritte Runde in Wimbledon nach einem Sieg gegen die Nummer 13 der Welt, Tommy Paul, erreicht hat. Ein ähnlicher Überraschungserfolg ist Nikoloz Basilashvili in der ersten Runde gegen die Nummer sieben der Welt, Lorenzo Musetti, gelungen. Nach seinem Ausscheiden in der zweiten Runde hat er sofort zugesagt, am Sonntag in Rosenheim aufzuschlagen. Der Georgier befindet sich mittlerweile in seiner vierten Saison für 1860, war bereits einmal die Nummer 16 der Welt und freut sich jedes Jahr wieder auf die familiäre Atmosphäre in Rosenheim. Aktuell befindet er sich wieder auf dem Weg nach oben, konnte schon viele starke Ergebnisse dieses Jahr auf der Tour verbuchen und ist somit wieder gesetzt für das Topspiel in der ersten Bundesliga-Partie.
Für die Stimmung soll am Sonntag wie schon so oft der Franzose Manuel Guinard sorgen, der sowohl im Einzel als auch im Doppel die heimischen Zuschauer schon einige Male begeistern konnte. Auf der Tour tritt er aktuell eher als Doppelspezialist auf, dort konnte er heuer das Masters in Monte-Carlo gewinnen.
Auch einige der Neuzugänge dieser Saison sind wahrscheinlich zu sehen, wodurch man sich gute Chancen auf einen Sieg ausrechnet. Einfach wird es jedoch nicht, auch für Frankfurt ist es ein wichtiges Spiel. Bei den Hessen wird sehr wahrscheinlich der Ex-Rosenheimer Damir Dzumhur zum Zug kommen, und mit dem Argentinier Camilo Ugo Carabelli haben sie auch die Option auf einen Top-Spieler. Einfach wird es also nicht für 1860, doch wie jede Saison hofft man auch wieder, den Heimvorteil nutzen zu können und mit den hoffentlich zahlreich erscheinenden Zuschauern dem Ruf des Hexenkessels von Rosenheim wieder gerecht zu werden.