Freistadt – Nach dem Gewinn der U18-Weltmeisterschaft im Vorjahr hat der 17-jährige Rosenheimer Faustballer Maxi Ortmeier mit dem Sieg bei der U18-Europameisterschaft den nächsten großen internationalen Erfolg gefeiert. Nach zwei Einsätzen in der Vorrunde gegen Dänemark und Österreich war der Spieler des MTV Rosenheim im österreichischen Freistadt sowohl im dramatischen Halbfinale gegen die Schweiz als auch im umkämpften Finale gegen das Team der Gastgeber über die volle Distanz im Einsatz und trug maßgeblich zum deutschen Erfolg bei.
Nichts anbrennen ließ das deutsche Team in den ersten beiden Vorrundenspielen und setzte sich gegen Italien (11:8, 11:4) und Dänemark (11:5, 11:5) erwartungsgemäß sicher durch. Erstmals spannend wurde es gegen die Schweiz, doch auch hier stand am Ende ein 2:0-Erfolg zu Buche. Höhepunkt des ersten Wettkampftages war das abschließende Match gegen das Team der Gastgeber. Beide Teams lieferten eine sehenswerte Partie, in der die Österreicher etwas mehr Akzente setzen konnten und mit einem 11:7/11:8-Heimsieg ihre Favoritenrolle untermauerten.
Am zweiten Tag stand für die deutsche Fünf als Vorrundenzweiter im Halbfinale das zweite Aufeinandertreffen mit der Schweiz an. Nach Einsätzen auf der rechten Abwehrposition setzte das deutsche Trainerduo Kolja Meyer/Tim Lemke Allrounder Maxi Ortmeier dort erstmals auf der zentralen Mittelmann-Position ein. Bei hochsommerlichen Temperaturen schenkten sich die gleichwertigen Teams nichts und lieferten sich spektakuläre Ballwechsel. Nach vier gespielten Sätzen stand es folgerichtig 2:2-Unentschieden (11:9, 6:11, 11:7, 6:11). Bis zum 7:7 verlief auch der Entscheidungssatz auf Augenhöhe, ehe die Deutschen den längeren Atem bewiesen und durch ein 11:8 den Einzug ins Endspiel klarmachten. Hier traf man erwartungsgemäß auf das Team aus Österreich, das sich in seinem Halbfinale klar gegen Dänemark durchgesetzt hatte.
Vor 800 lautstarken Zuschauern ging das deutsche Team mit unveränderter Startaufstellung als leichter Außenseiter in die Partie. Doch schnell konnte man das große österreichische Selbstbewusstsein etwas schrumpfen und mit 11:7 einen ersten Nadelstich setzen. Mit demselben Resultat revanchierten sich die Gastgeber aber prompt. Eine erste Vorentscheidung gelang dem deutschen Team dann im dritten Satz, welcher nach klaren Führungen in der Verlängerung gerade noch mit 12:10 für sich entschieden werden konnte. Doch die Österreicher knüpften nahtlos an die Aufholjagd an und ließen Ortmeier und Co. beim 3:11 im vierten Satz nicht den Hauch einer Chance. Mit einem Comeback vom Feinsten zog Team Deutschland den Platzherren im Entscheidungssatz dann aber den Zahn. Dank herausragender Abwehrarbeit und anschließend perfekt abgeschlossener Spielzüge zog man schnell auf 4:0 davon. In der Folge konnte man die immer ratloser und fehlerbehafteter agierenden Österreicher mit einer äußerst kompakten Teamleistung in Schach halten und mit einem deutlichen 11:4 den EM-Titelgewinn in der „Höhle des Löwen“ feiern. Den dritten Platz sicherte sich das Team der Schweiz mit einem 3:1-Sieg über die dänische Auswahl.cw