München – Nun ist auch der TSV 1880 Wasserburg in der neuen Spielzeit der Fußball-Landesliga Südost angekommen. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt war es nicht zu erwarten, dass die Löwen beim SV Dornach Glanz und Gloria versprühen, daher ist der knappe 2:1-Erfolg umso wichtiger. Beim Aufsteiger aus dem Münchener Speckgürtel – entsprechend groß ist auch die Sportanlage mit zig erstklassigen Plätzen – , der sich selbst als die „Dornen“ bezeichnet, holten sich die Innstädter ein paar Kratzer, kamen ansonsten aber unbeschadet davon. „Heute war es ein Sieg der Mentalität“, bilanzierte Co-Trainer Maxi Backa.
Eine stachelige Angelegenheit war es dennoch, denn in der ersten Halbzeit hatte Wasserburg zwar mehr vom Spiel, die Hausherren jedoch die größeren Chancen. Bei strömendem Regen versuchten sich die Löwen immer wieder durch die massive Dornacher Abwehr zu kombinieren, doch wie in den bisherigen Spielen war der letzte oder vorletzte Pass zu ungenau, sodass die Angriffe meist verpufften. Ganz anders die Gastgeber, die einige Chancen hatten. Kurioserweise waren es die Löwen, die mit einer Führung in die Pause gingen. Nach einer Flanke von Bruno Ferreira Goncalves verschätzte sich ein Manndecker und Robin Ungerath konnte aus elf Metern ungedeckt ins lange Eck einköpfen (41.).
„In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Spielkontrolle, nach dem Seitenwechsel haben wir jedoch den Zugriff verloren“, monierte Co-Trainer Michael Wallner. Dornach hatte nun mehr Spielanteile und durch Aicher die Großchance zum Ausgleich (55.). Mit der Hereinnahme von Vinzenz Egger sorgten die Löwen wieder für mehr Entlastung. Da die Innstädter viele erstklassige Kontergelegenheiten zu schlampig ausspielten, war es knapp eine Viertelstunde vor Schluss die richtige Entscheidung von Egger den Ball nach einem Simeth-Ballgewinn direkt von der Mittellinie aufs Tor zu schießen, wodurch er Dornachs Keeper Bertic überraschte und mit dem 2:0 für die Vorentscheidung sorgte (73.).
Dass es noch einmal spannend wurde, lag am Wasserburger Eigenverschulden. Nach einem Abwehrschnitzer stand Felix Partenfelder allein vor Volkmer und schob zum 1:2 ein (86.). Nur zwei Minuten später hatte der eingewechselte Lorenz Scholz die exakt selbe Chance, doch dieses Mal hielt Volkmer glänzend per Fußreflex. „Wir mussten am Ende viel aushalten, daher bin ich über das 2:1 sehr froh“, bilanzierte Wallner.
TSV Wasserburg: Volkmer, Biegel, Rudolph, Rubio Gonzalez, Lindner, Ferreira Goncalves (72. Rauscher), Dumitru, Köck (78. Kerschbaum), Kononenko (69. Simeth), Voglmaier (63. Egger), Ungerath (92. Saur).
Schiedsrichter: Fekih (TV Oberndorf).
Zuschauer: 171.
Tore: 0:1 Ungerath (41.), 0:2 Egger (73.), 1:2 Partenfelder (86.).