Mitten im Abstiegskampf

von Redaktion

TENNIS-BUNDESLIGA Rosenheimer 1:5-Niederlage in Köln

Köln – Viel vorgenommen, am Ende aber mit leeren Händen dagestanden: Die Auswärtsfahrt des TC 1860 Rosenheim in der Tennis-Bundesliga zu Rot-Weiß Köln war nicht von Erfolg gekrönt. Mit 1:5 mussten sich die Rosenheimer nach vielen engen Partien dann doch deutlich geschlagen geben. Nun wächst die Sorge beim Blick auf die Tabelle, doch da die anderen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt auch gepatzt haben, sind die Chancen weiterhin vorhanden.

Zum Start gab es auch gleich die Spiele, in denen sich die Rosenheimer im Einzel die meisten Chancen ausrechneten. Stefano Napolitano an Position zwei musste am Center Court der Kölner gegen den Argentinier Marco Trungelliti spielen – und es sah anfangs vielversprechend für ihn aus. Der Rosenheimer schaffte es immer wieder, dem Gegner den Aufschlag abzunehmen, ließ aber dann auch bei eigenem Aufschlag immer die Chancen liegen und musste so in den Tiebreak. Dort traf der Kölner alles und gewann den ersten Satz mit 7:6, brach dann aber im zweiten Satz etwas weg und Napolitano konnte sich mit 6:3 den Match-Tiebreak sichern. In diesem spielten beide ,ein hohes Niveau und der Rosenheimer zeigte sich einmal als äußerst fairer Sportsmann, als er einen Ball, den der Schiedsrichter auf seiner Seite Aus gegeben hatte, von sich aus korrigierte. Am Ende hatte Trungelliti dann knapp die Oberhand und sorgte mit 10:8 für den ersten Punkt der Gastgeber.

Am anderen Platz sah es auch nicht besser für die Gäste aus, denn Andrew Paulson, der bis jetzt so starke Leistungen in dieser Saison gebracht hatte, fand gegen Jacopo Berrettini einfach keinen Rhythmus und ließ auch sehr viele Breakchancen liegen, wodurch er dann mit 5:7 und 3:6 verlor. 0:2 nach der vermeintlich besseren Runde – für die Sechzger war das natürlich erst einmal ein großer Dämpfer, gerade auch, da die Kölner als das beste Doppelteam der Liga gelten.

Im Spitzeneinzel gab es dann eine schlechte Mischung für die Gäste: Thiago Monteiro, der sich selbst gerade in einem Formtief befindet, traf auf den Belgier Raphael Collignon, der aktuell in den Top-100 der Weltrangliste auf dem Weg nach oben ist. So sah das Spiel dann auch aus, Collignon gewann mit einem äußerst druckvollen Spielstil klar mit 6:3 und 6:3. Den einzigen Hoffnungspunkt holte Lorenzo Giustino an Nummer drei, er fand gegen den zweiten Belgier, Kimmer Coppejans, wieder zu alter Spielstärke und gewann eindrucksvoll mit 7:6 und 6:4.

So mussten zwei Doppel für ein Unentschieden her, was trotz des angereisten Petr Nouza, der gerade das Turnier in Kitzbühel gewonnen hatte, eine Mammutaufgabe war. Das Risiko, das man in der Aufstellung dann gegangen ist, ging in beiden Fällen nicht auf: Monteiro/Paulson verloren gegen Collignon/Middlekoop mit 1:6 und 4:6 und Napolitano/Nouza unterlagen Brown/Pavlasek mit 3:6 und 6:7.

Die deutliche Niederlage müssen die Verantwortlichen jetzt erst einmal verkraften. Die Tabellensituation macht das kommende Wochenende nun dementsprechend schicksalhaft. Frankfurt liegt jetzt abgeschlagen mit 1:9 Punkten auf dem letzten Platz, davor sind Mannheim, Aachen und Rosenheim mit je 3:7 punktgleich, Großhesselohe hat einen Zähler mehr. 1860 empfängt am Freitag daheim Mannheim und muss am Sonntag nach Aachen – es gibt also direkte Duelle um den Klassenerhalt! Die Rosenheimer hoffen, dass sich die verletzten Spieler bis dahin erholen und einem die Turniere keinen Strich durch die Rechnung machen.

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