Die See-Pokal-Sieger: Von USA bis Russland

von Redaktion

Bemerkenswertes Finalduell von 2000

Waging – Der Waginger Tennis-See-Pokal hat eine ebenso spannende wie ereignisreiche Vergangenheit. In den 49 Jahren gab es 30 deutsche Sieger, aber auch 19 ausländische. Sechsmal ging der Cup nach Rumänien, dreimal nach Österreich. Turniersieger kamen aber auch aus den USA, Schweden, Litauen, Ukraine, Argentinien, Slowenien und Russland. Zwischen 1973 und 1993 gab es mit Werner Fügmann (Bad Reichenhall/1973), Hermann Gutwald (Traunstein/1974), Harald von Knoerzer (Ruhpolding/1975), Emil Egerer sen. (Burghausen/1978), Sepp Baumgartner (Waging/1981 und 1982), Conny Schmid (Waging/1987), Christian Freimoser (Waging/1992) und Emil Egerer jun. (Burghausen/1993) neun heimische See-Pokal-Gewinner. Seit 1994, also seit 30 Jahren, wartet der TC Waging wieder auf einen heimischen Sieger.

Erster ausländischer Sieger war 1983 der Rumäne Liviu Mancas. Seine Landsleute Florin Segarceanu (1988) und Razvan Itu (2003) folgten. Der erste österreichische Gewinner war 2002 Andreas Fasching. Ihm folgten seine Landsleute Christian Magg (2012) und Jan Poskocil (2016). Gleich sechsmal ging der See-Pokal nach Tschechien durch Jan Havel (1990), Zbynek Novak (1998), Richard Drazny (2001 und 2005), Tomas Jecminek (2006 und 2009). Die anderen ausländischen Sieger nach Liviu Mancas hießen: Sascha Mahr-Batuc (USA/1984), Stefan Eriksson (Schweden/1995), Rolanda Murashka (Litauen/1996), Dimitri Poljakov (Ukraine/1997), Mariano Delfino (Argentinien/1999), Jernej Karner (Slowenien/2004) und Andrey Plotniy (Russland/2010).

Nur ein Spieler hat den See-Pokal dreimal hintereinander gewonnen, das war der Augsburger Hannes Wagner in den Jahren 2018, 2019 und 2021, wobei wegen Corona im Jahr 2020 nicht gespielt wurde. Prominentester Sieger war im Jahr 2000 Philipp Kohlschreiber. Der heute 41-Jährige holte in Waging als 16-Jähriger seinen ersten Herrentitel, startete im Jahr darauf dann eine Profikarriere. Die führte ihn bis auf Rang 16 der Weltrangliste (Juli 2012). Als der Augsburger 2022 abtrat, konnte er auf acht Titel auf der ATP-Tour blicken,unter anderem gewann er drei Mal die BMW Open in München und zwei Mal die Generali Open in Kitzbühel. Größter Erfolg bei einem Grand Slam-Turnier war das Viertelfinale von Wimbledon 2012. An Preisgeldern hat er allein knapp 14 Millionen Euro eingespielt.

Finalgegner in Waging war im Jahr 2000 der ebenfalls erst 16-jährige Florian Mayer aus Bayreuth, der danach eine ähnlich erfolgreiche Karriere hinlegte: Höchste ATP-Platzierung: 18 (Juni 2011), Turniersiege: zwei, Wimbledon-Viertelfinale zweimal, Preisgeld: über sieben Millionen Euro. Mayer und Kohlschreiber spielten auch jahrelang sehr erfolgreich für die deutsche Daviscup-Mannschaft.kk

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