„So langsam bekomme ich es mit“

von Redaktion

INTERVIEW Florian Lipowitz über den Rummel, die Zukunft und den Start in Bruckmühl

Bruckmühl – Es ist sein einziger Deutschland-Auftritt nach dem grandiosen Erfolg bei der Tour de France gewesen: Florian Lipowitz war der Stargast bei der Salus-Radsportnacht in Bruckmühl, deren Elite-Rennen er dann auch als Sieger beendete (wir berichteten). Die OVB-Sportredaktion hatte am Rande der Veranstaltung im Mangfalltal die Gelegenheit, ein kurzes Exklusiv-Interview mit der deutschen Radsport-Hoffnung zu führen.

Wie haben Sie die Tage zwischen dem Finale der Tour de France und der Salus-Radsportnacht verbracht?

Wir hatten am Sonntagabend noch eine Feier mit dem Team und ich glaube, ich bin dann um halb drei oder so ins Bett gegangen. Aber am nächsten Tag hatte ich gleich noch Interviews, ein Fotoshooting und dann hatte ich noch anderthalb Tage mit meiner Freundin in Paris. Danach war ich ein bisschen bei meinen Eltern daheim.

Haben Sie diesen Hype um Ihre Person eigentlich schon mitbekommen?

Ja, ich glaube, so langsam bekomme ich mit, was eigentlich die letzten Wochen passiert ist. Mich freut es natürlich, wenn so viele Leute radsportbegeistert sind, Radsport schauen, mitfiebern und dann hoffentlich selber auch aufs Rad steigen. Aus diesem Grund machen wir ja auch den Sport!

Wie geht es jetzt eigentlich weiter mit Ihnen und der Saison?

Was ich soweit sagen kann, ist, dass ich die Rennen in Kanada fahre und dann die Saison in Italien beende, wahrscheinlich mit der Lombardei-Rundfahrt. Das wäre noch mein Highlight für dieses Jahr, wo ich auf jeden Fall auch gut fahren will.

Was haben Sie für die Zukunft geplant?

Ich bin einfach froh, dass die Tour so gut lief und ich habe jetzt nicht wirklich in die Zukunft geschaut. Ich lasse es auch auf mich zukommen und genieße es jetzt erst einmal.

Wie gehen Sie mit der ganzen Aufmerksamkeit um?

Ich versuche schon, dass ich dazu ein bisschen Abstand habe. Ich war jetzt einfach froh, dass ich da mit Familie und Freunden war und habe mich eigentlich mit dem Ganzen gar nicht so beschäftigt. Ich war auch nicht viel am Handy, habe noch nicht so viele Nachrichten beantwortet.

Warum haben Sie hier für Bruckmühl zugesagt?

Es waren schon immer Fahrer von uns hier in Bruckmühl. Der Papa von Ralph Denk organisiert das, und da freut es mich natürlich, wenn ich hier auch am Start stehen kann. Und wenn ich dann auch sehe, wie viele Jugendliche und Kinder hier auf dem Rad sind, dann freut mich das auch, wenn ich dazu irgendwie meinen Teil beitragen kann.

Wie haben Sie die Stimmung empfunden?

Die Stimmung ist super cool und es ist schön, so viele Leute an der Strecke zu sehen. Der Verein macht hier eine super gute Arbeit und es ist schön, dass hier so viele Radsportbegeisterte zusammenkommen.

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