Radsport

BMX: Fotofinish zu WM-Silber

von Redaktion

Kopenhagen – Fünf Fahrer des BMX-Teams Kolbermoor haben an der BMX-Weltmeisterschaft im dänischen Kopenhagen teilgenommen. Eine Teilnahme, die ihnen nicht geschenkt wurde – alle Athleten mussten sich zuvor über nationale und internationale Wettkämpfe qualifizieren.

Bereits am ersten Renntag gingen Marcel Sieger und Erich Grabichler in der Cruiser-Klasse der Altersgruppe 45 bis 49 Jahre an den Start. Besonders in den Cruiser-Klassen gehört das BMX-Team Kolbermoor seit Jahren zur nationalen Spitze – zahlreiche deutsche Meistertitel, starke Ergebnisse bei Europacup-Rennen und Finalteilnahmen bei Weltmeisterschaften sprechen für sich.

Marcel Sieger zeigte eine starke Leistung und erreichte das Viertelfinale – am Ende wurde es der 31. Platz in einem international hochkarätigen Teilnehmerfeld. Erich Grabichler hatte sich über Jahre akribisch auf dieses Event vorbereitet. Bereits zum zweiten Mal in Folge ist er Gesamtsieger des Europacups in seiner Klasse – ein Titel, den er sich bei Rennen in ganz Europa erkämpft hat. Nachdem er bei der letzten WM vom Pech verfolgt war, lief in Kopenhagen alles nach Plan. Mit souveränen Vor- und Zwischenläufen kämpfte sich Grabichler bis ins Finale. Als Dritter fuhr er in die erste Kurve, setzte sich in der letzten Kurve clever in Position und sprintete im packenden Fotofinish zur Vizeweltmeisterschaft – ein riesiger Erfolg für das Kolbermoorer BMX-Team.

Am letzten Wettkampftag der Challenge-Weltmeisterschaft stiegen auch die jüngeren Kolbermoorer Fahrer ins Geschehen ein – Grabichler startete erneut, diesmal auf dem kleineren 20-Zoll-Rad. Besonders stark besetzt war das Feld bei den Boys 16. Moritz Sieger zeigte einen kämpferischen Auftritt, verpasste aber mit drei fünften Plätzen knapp den Einzug in die nächste Runde. Etwas besser lief es für Luca Gessner, der es ins Sechzehntelfinale schaffte, dort jedoch als Achter ausschied. In der Klasse Men 17-24 konnte sich Viktor Petrovic trotz guter Ansätze nicht durchsetzen und schied mit drei sechsten Plätzen in den Vorläufen aus. Auch Erich Grabichler bekam zu spüren, dass bei einer Weltmeisterschaft jedes Detail stimmen muss: In der Klasse Men 35+ reichte ein schwächerer Start nur für Rang sieben im Achtelfinale – am Ende bedeutete das den 33. Platz.

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