Traunstein – Dean Sipura war einer der Protagonisten des bitteren Pokalabends des SB Chiemgau Traunstein. Bei der 0:9-Niederlage gegen Wacker Burghausen in der zweiten Runde des Toto-Pokals musste der junge SBC-Schlussmann gleich achtmal hinter sich greifen. Und das in einem mehr als besonderen Spiel: Für Sipura war es nicht nur das Duell mit einem Regionalligisten, sondern auch eine Reise in die Vergangenheit. Der 23-Jährige stammt nämlich aus der Wacker-Jugend. Nach dem Schlusspfiff sprach Sipura mit der OVB-Sportredaktion über die bittere Pleite, seine Beziehung zu Wacker und seine Verletzung.
Was geht denn in Ihrem Kopf vor? Wie sind die Gefühle?
Gemischt. Natürlich ist aktuell alles negativ. Neun Gegentore, ich habe davon acht Stück kassiert. Das ist natürlich als Torwart immer schwer. Ansonsten hoffe ich, dass wir uns jetzt aufrappeln und Vollgas aufs nächste Spiel gehen.
Sie haben Wacker-Vergangenheit. War das ein besonderes Spiel für Sie?
Ja, definitiv. Ich wollte dieses Spiel unbedingt spielen. Ich habe da in der Jugend dreieinhalb Jahre gespielt. Mein Herz da gelassen. Zeit investiert, auf viel verzichtet. Auch, wenn ich acht Tore kassiert habe, war das ein super Gefühl, dieses Feeling, gegen Burghausen zu spielen, zu sehen, wo man ist. Das war einfach ein Highlight meines Lebens, richtig geiles Erlebnis.
Kennen Sie aus der Mannschaft jemand persönlich?
Ich kenne Felix Bachschmid und Christoph Schulze. Jannis Turtschan kenne ich vom Namen her, er ist ein guter Kollege von einem Kumpel. Ansonsten kenne ich niemanden.
Sie hatten schon in der ersten Halbzeit Probleme mit dem Arm. Was ist da passiert?
Es war eine Eins-gegen-Eins-Situation, ich weiß nicht gegen wen. Er ist mir voll auf den Unterarm gestiegen. Ich habe mit Schmerzen weitergespielt. Ich hätte nach der Halbzeit die Möglichkeit gehabt, zu wechseln, aber ich wollte spielen.
War Ihre Auswechslung dann geplant oder war das wegen der Verletzung?
Das war geplant, sodass jeder seine Minuten kriegt. Interview: Marinus Obermaier