Kaufbeuren – Der erste Test war gleich ein ordentliches Kräftemessen: Den Vergleich beim DEL2-Konkurrenten ESV Kaufbeuren haben die Starbulls Rosenheim mit 3:1 gewonnen. Natürlich ist bei der Leistung noch Luft nach oben, aber die Mannschaft von Trainer Jari Pasanen hat schon gute Ansätze gezeigt. Zudem trafen zwei Neuzugänge.
Im ersten Drittel hatte Rückkehrer Christopher Kolarz im Starbulls-Gehäuse schon etwas mehr zu tun als sein Gegenüber im Kaufbeurer Kasten. Das Rosenheimer Eigengewächs bewältigte die Bewährungsproben aber sehr gut. Kaufbeuren-Schlussmann Babulis musste seine beste Rettungstat bei einem Versuch von Ville Järveläinen aufbieten.
Nach der ersten Pause fielen dann auch die ersten Treffer. Den Anfang machte Rosenheim durch Jordan Taupert. Der Neuzugang, der von den Lausitzer Füchsen an die Mangfall gekommen war, stocherte die Scheibe aus wenigen Zentimetern über die Linie, nachdem die Gäste Babulis bei einem Schuss von der blauen Linie gleich mit zwei Mann – Taupert und Michael Musin – die Sicht verdeckten. Dominik Kolb verpasste dann einen weiteren Starbulls-Treffer, ehe Kolarz wieder unter Beschuss genommen wurde und mehrmals hervorragend reagierte. Kaufbeurens Ausgleich bahnte sich aber an – und kam dann auch, als die Rosenheimer die Scheibe leichtfertig verloren hatten, sich in ein Bully retten mussten und auch dort im Anschluss etwas indisponiert waren. Auch beim ESVK traf mit Joe Cassetti ein Neuzugang. Dass die Starbulls aber dennoch mit einer Führung in die Kabine gingen, lag an Lewis Zerter-Gossage, der von der blauen Linie nach einem Zuspiel direkt abzog und verwandelte – wieder hatte ein Rosenheimer Spieler, diesmal Scott Feser, dem Hausherren-Torwart die Sicht verdeckt.
Die endgültige Entscheidung in diesem ersten Testspiel fiel dann 45 Sekunden vor dem Ende, als Kaufbeuren den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatte und Ville Järveläinen ins leere Tor traf.