Auf die Höhepunkte folgte das große Loch

von Redaktion

Rosenheimer Tischtennisspieler waren diese Saison nicht mehr auf Verbandsebene vertreten

Rosenheim – In der aktuellen Tischtennis-Saison werden gerade die letzten Meister, Auf- und Absteiger ermittelt, ein Verein konnte auf höherer Ebene diesmal kein Wörtchen mitsprechen: Der SB/DJK Rosenheim hatte sich im Sommer von der Verbandsebene zunächst mal verabschiedet.

Dabei kann eigentlich der SBR auf stolze Zeit zurückblicken. 1948 wurde die Abteilung gegründet und bereits fünf Jahre später spielte man in der Landesliga und 1962 ging es sogar bis in die Oberliga. Anfang der 70er-Jahre ging es wieder ein wenig abwärts. Ende der 80er-Jahre fand beim Sportbund ein Generationswechsel statt, der die Mannschaft ab der Saison 1992/93 bis in die Regionalliga brachte, in der man erstmals in der Spielzeit 1995/96 zugegen war. Man stieg zwar gleich nach der Saison als Zehnter ab, schaffte jedoch zur Saison 1999/2000 den Wiederaufstieg. Acht Jahre hielt man sich in dieser Liga, wobei man in der Saison 2003/04 lange Zeit um einen Platz für die dritte Bundesliga mitspielte, am Ende aber auf Rang drei landete.

In den folgenden Jahren wechselten die SBR-Spieler zwischen Ober- und Regionalliga hin und her. Der schleichende Abstieg stellte sich in der Saison 2017/18 ein. Als Siebter schaffte man sportlich den Klassenerhalt, zog sich aber freiwillig in die Oberliga zurück. Und von da ging es bereits eine Saison später in die Verbandsoberliga runter. In der Saison 2023/24 belegte das SBR-Team dort den achten Rang und hätte in die Relegation um den Klassenerhalt gehen müssen. Hier verzichtete man allerdings und versuchte fortan sein Glück in der Verbandsliga. Anfang der Saison 2024/25 kam dann auch hier der Rückzug.

Für den Ex-SBR-Kapitän Wolfgang Hundhammer war diese Situation nicht gerade leicht. Er war ab der Saison 1997/98 ein wesentlicher Bestandteil des damaligen Oberligateams und machte bis zuletzt alle Höhen und Tiefen des SBR mit. Dass die Mannschaft am Ende auseinanderfiel, hatte mehrere Gründe. Nachwuchs war schwer zu bekommen und auch Akteure, die auf hohem Niveau spielen können, aus finanzieller Sicht kaum zu verpflichten. Hinzu kam, dass sich Spieler beruflich verändert hatten oder weggezogen sind.

Zwölf Saisonen in der Regionalliga und 14 Spielzeiten in der Oberliga brachten zahlreiche internationale Spitzenspieler, die heute Nationalspieler sind, nach Rosenheim. Bekannte Namen sind in erster Linie der ehemalige Trainer der Kolbermoorer Bundesliga-Damen, Zsolt Hollo, oder auch die ungarischen Akteure Adam Pattantyus und Csaba Szappanos. Philipp Floritz wurde damals Nationalspieler und verdient seine Brötchen heute beim Zweitligisten Oldenburger TB. Istvan Toth wird beim österreichischen Bundesligisten UTTC Raiffeisen Kennelbach an Position vier geführt und der derzeit wohl bekannteste Akteur, Felix Wetzel, spielt in Österreich beim Champions-League-Teilnehmer SPG Felbermayr Wels. eg

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