Rosenheim – Im strömenden Regen haben die American-Footballer der Rosenheim Rebels ihr letztes Saisonspiel bestritten – und krönten eine durchwachsene Bayernliga-Spielzeit mit einem Comeback-Sieg. Nach einer punktlosen ersten Halbzeit drehten die Rebels die Partie in der zweiten Hälfte und setzten sich am Ende mit 28:16 gegen die Bad Tölz Capricorns durch.
Von Beginn an war klar: Das Wetter würde eine entscheidende Rolle spielen. Der rutschige Ball erschwerte das Passspiel und sorgte auf beiden Seiten für Fehler. Die Capricorns gingen früh mit einem Field Goal in Führung. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels blieb es bei diesem Zwischenstand – auch ein eroberter Ballverlust der Rebels konnte nicht in Punkte umgemünzt werden.
Im zweiten Viertel erhöhte Bad Tölz per Touchdown samt Extrapunkt auf 10:0. Trotz sehenswerter Laufspielzüge von Florian Wendt und guter Ansätze im Offensivspiel verhinderten strömender Regen und eine unglückliche Strafe den ersten Rosenheimer Touchdown. Ein erfolgreicher Field-Goal-Versuch musste wiederholt werden, der zweite Versuch wurde geblockt. Die Rebels gingen somit punktlos in die Pause. Immerhin: Die Defensive um Leon Greszik und Martin Ametsbichler hielt das Spiel offen und verhinderte weitere Zähler für die Gäste.
Nach der Halbzeit kamen die Rebels wie verwandelt aus der Kabine. Ein starker Punt Return von Michael Bognar – der an diesem Tag in mehreren Szenen glänzte – leitete den ersten erfolgreichen Drive ein. Mit konsequentem Laufspiel von Florian Wendt, einem Quarterback-Sneak von Stefan Stefanovic und einem spektakulären Fang von Oliver Eslami bewegten sich die Rebels zügig in Richtung Endzone. Dort fing Oliver Eslami den ersten Touchdown – der Anschluss zum 7:10 und der Auftakt zur Aufholjagd. Die Defensive agierte nun dominanter, zwang die Capricorns mehrfach zum Punten. Dann folgte eine der Schlüsselszenen: Ein ausgespielter vierter Versuch führte über einen Pass auf Oliver Eslami und einen Lauf von O-Liner Simon Kempinger bis zur Vier-Yard-Linie der Gäste. Im darauffolgenden Spielzug übernahm Robert Göttinger als Quarterback selbst die Verantwortung und lief zum 14:10 in die Endzone.
Doch damit nicht genug. Ein „Turnover on Downs“, also ein Ballbesitzwechsel, brachte die Rebels wieder in Ballbesitz, dieses Mal an der 32-Yard-Linie der Gäste. Florian Wendt sah gleich beim zweiten Spielzug seine Chance und sprintete mit dem Ball über das Feld zum nächsten Rebels-Touchdown (21:10). Knapp zwei Minuten vor dem Ende setzte Robert Göttinger mit einem weiteren Lauf in die Endzone den Schlusspunkt aus Rebels-Sicht (28:10). Der späte Touchdown der Capricorns zum 16:28 war nur noch Ergebniskosmetik. Die Rosenheim Rebels konnten das Spiel in der Victory Formation und bei Sonnenschein beenden.
Nach dem Schlusspfiff feierte das Team mit den zahlreich erschienenen Fans, die trotz widriger Wetterbedingungen bis zum Ende ausgeharrt hatten. Die Coaches sowie die Abteilungsleitung bedankten sich im Anschluss bei der Mannschaft und für die vergangene Saison.re