Inn/Salzach – Ein sichtlich enttäuschter SV Bruckmühl-Coach Mike Probst sagte nach dem Last-Minute-Unentschieden gegen den FC Töging: „Nächste Woche geht es vor allem darum, die Jungs aufzubauen – mal wieder. Wir hatten dieses Mal Chancen, die vor allem auch richtig gut herausgespielt waren, so auch die beiden Treffer. Nach der Pause wollten wir die Führung nicht nur verwalten, sondern weiter nach vorne spielen und Töging im Spiel an ihre Niederlagenserie erinnern. Töging war tot und wir haben sie selbst ins Spiel zurückgeholt. Bis dahin haben wir eine mehr als ordentliche Leistung gezeigt. Danach waren wir wie ein Hühnerhaufen und hatten keine Ordnung mehr. Das kann nicht sein, dass wir bei eigener Führung in der 97. Minute so offen stehen. Da müssen wir cleverer sein. Wir waren nach dem Anschlusstreffer wie das Kaninchen vor der Schlange und haben um den Ausgleich gebettelt.“
FC Tögings Trainer Robert Berg, der beim Last-Minute-Drama in Bruckmühl mit einer Roten Karte des Platzes verwiesen wurde, lobte seine Männer: „Wir haben uns das Leben wieder selbst mehr als schwer gemacht und haben in vielen Situationen derzeit einfach auch viel Pech. Die Mannschaft zeigte aber tolle Moral und präsentierte sich als Einheit. Wir sind mit dem Punkt nicht zufrieden, aber bei all den Rückschlägen, die wir wieder hinnehmen mussten, müssen wir das Positive mitnehmen. Wir sind am Ende noch hochverdient zurückgekommen, obwohl sehr wenig Fußball gespielt wurde, weil das Spiel durch ständige Behandlungen unterbrochen wurde. Wir müssen auf uns schauen, hart weiterarbeiten und einige Sachen verbessern. Dann werden die Erfolgserlebnisse auch kommen.“
SB DJK Rosenheim-Übungsleiter Patrick Zimpfer zeigte sich nach der Niederlage beim FC Aschheim zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben heute ein überragendes Auswärtsspiel in Aschheim gemacht. Leider stand am Ende ein 0:1 aus unserer Sicht auf der Anzeigetafel. Betrachtet man jedoch das Spiel, die Chancenverteilung, die Galligkeit und Aggressivität beider Teams sowie die starke Arbeit meiner Jungs gegen den Ball, dann muss ich sagen, dass wir mindestens ein Unentschieden verdient gehabt hätten.“
TSV Ampfing-Abteilungsleiter Uwe Dragosin sagte zum ersten Bezirksliga-Spiel gegen den SV Saaldorf nach dem Rücktritt von Trainer Björn Hertl: „Für die Zuschauer war es ein brutales Spiel, weil es auf beiden Seiten extrem viele Chancen gegeben hat. Berat Akcay fehlt einfach noch die Kaltschnäuzigkeit, aber wir sind zuversichtlich, dass das bald besser wird. Wir haben sehr viele Laufwege gemacht und waren sehr engagiert. In der Schlussphase haben dann beide Mannschaften alles nach vorne geworfen, wir hatten noch mal ein dickes Ding durch Birol Karatepe, auf der anderen Seite sind auch die Saaldorfer allein vor Domen Bozjak aufgetaucht. Da hatten wir dann auch in der einen oder anderen Szene Glück. Auch wenn wir die Tore nicht gemacht haben, sind wir froh, dass wir uns die Chancen herausgearbeitet haben. Möglichkeiten waren für drei Spiele da, jeder hat gearbeitet, jeder hat sich reingehauen, man hat das Aufbäumen gesehen, aber wir hätten uns eher belohnen müssen. Das hätte sich am Schluss auch rächen können.“