Die Offensive als neue Stärke?

von Redaktion

Starbulls-Statistik Rosenheims Start in Zahlen: Mehr Tore, auch dank Järveläinen

Rosenheim – Zwei Wochenenden ist die neue Saison erst alt, und schon haben die Starbulls Rosenheim fast alles durch. Gab es am ersten Wochenende je einen Sieg und eine Niederlage in Overtime, war die Bilanz am zweiten Wochenende ebenfalls ausgeglichen, diesmal aber in regulärer Spielzeit. Und der ersehnte Drei-Punkte-Sieg gelang im vierten Spiel, während es in den drei Heimspielen davor maximal zu einem Teilerfolg reichte. Und so lautet die Punkteausbeute exakt so wie letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt: sechs Zähler aus vier Spielen.

Interessant ist aber die Entwicklung des Torverhältnisses. Im ersten Jahr lautete die Torebilanz noch 5:12, letzte Saison hieß es schon 11:10 zugunsten der Starbulls, heuer stehen 15 eigenen Toren 13 Gegentreffern gegenüber. Und mit dem sechsten Rang steht das Pasanen-Team auch in der Tabelle besser da als in den Jahren davor.

Dass bisher mehr Treffer erzielt wurden, dafür steht in erster Linie der Name Ville Järveläinen. Letztes Jahr wurde er zwar letztlich Rosenheimer Top-Torjäger, erarbeitete sich im ersten Viertel der Saison aber eher den wenig schmeichelhaften Titel eines „Chancentods“. Sein erster Treffer gelang Järveläinen letzte Saison erst am 15. Spieltag. Für sieben Scorerpunkte, wie er sie derzeit nach vier Begegnungen aufweist, brauchte er 17 Spiele, für vier Tore gar deren 23. Und obwohl er letztes Jahr auch einen Hattrick feiern konnte – am 35. Spieltag gegen Kassel – schaffte er heuer seinen ersten bereits im vierten Saisonspiel. In den beiden Spielzeiten davor war der erste Saison-Hattrick Norman Hauner vorbehalten, doch auch der brauchte dafür bis zum 25. beziehungsweise zwölften Spieltag.

Am Sonntag in der 29. Spielminute war es auch so weit: Nach zuvor 16 verpassten Überzahlgelegenheiten von knapp 28 Minuten Länge gelang Lewis Zerter-Gossage der erste Powerplaytreffer der neuen Saison. Doch damit nicht genug: Jordan Taupert ließ nur 89 Sekunden später auch noch das erste Unterzahltor folgen. Diese beiden Treffer waren Teil einer absolut wilden Phase mit fünf Toren in weniger als viereinhalb Minuten. So etwas hatte es seit dem Wiederaufstieg 2023 noch nie gegeben. Die schnellste Fünf-Tore-Phase gab es bis dato am 9. Dezember 2023, als beim 9:4-Heimsieg gegen Freiburg innerhalb von 5:53 Minuten vier Rosenheimer und ein Freiburger Tor fielen. Auch gegen Bietigheim gab es schon einmal eine solch wilde Phase. Beim Rosenheimer 9:3-Sieg im Ellental (4. Februar 2024) fielen kurz vor Schluss fünf Treffer binnen 8:31 Minuten – allerdings zu einem Zeitpunkt, an dem das Match beim Stand von 7:0 für die Starbulls längst entschieden war. Am Sonntag fielen die drei Rosenheimer Tore dieses Offensiv-Spektakels binnen 3:31 Minuten mit Doppelschlägen von 89 beziehungsweise 122 Sekunden.

Auch, wenn ein 6:3-Auswärtssieg nach einer klaren Sache aussieht: Wie schon die drei Spiele davor, stand auch die Begegnung in Bietigheim praktisch von Anfang bis Ende auf Messers Schneide, ehe die beiden Empty-Net-Tore von Järveläinen und Zerter-Gossage (ein weiterer Doppelpack binnen 64 Sekunden) für die endgültige Entscheidung sorgten.

Dass Starbulls-Legende Tyler McNeely eins der drei Steelers-Tore erzielte, wird ihm wohl jeder Starbulls-Fan verzeihen. Anders wäre es vielleicht gewesen, wenn sein Anschlusstreffer zum 2:3 das Spiel zugunsten der Steelers gedreht und diese auf die Siegesstraße gebracht hätte. Doch Järveläinen konnte nur 36 Sekunden später eine Reaktion zeigen und den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellen – etwas, das rund vier Minuten zuvor auch Zerter-Gossage gelungen war, als er durch sein Powerplaytor den ersten Bietigheimer Ausgleich in eine erneute Führung verwandelt hatte.

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