„Haar in der Suppe“ und „Rutsche“

von Redaktion

Der elfte Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Ost ist Geschichte – das sagen die Trainer, Spieler und Verantwortlichen aus dem Fußball-Kreis Inn/Salzach.

Inn/Salzach – Bei der Niederlage gegen Spitzenreiter VfB Forstinning musste der TSV Siegsdorf mit einem dezimierten Kader ran, wie Teammanager Markus Wendlinger verriet: „Du fährst als Tabellenletzter zum Liga-Primus, die zu Recht auf dem ersten Tabellenplatz stehen. Forstinning ist einfach eine Klasse zu gut für uns oder auch die Liga. Wir hatten noch vier Leute, die uns aufgrund von Krankheiten spontan ausgefallen sind. Dann sind wir mit einem dezimierten Kader hingefahren. Vom Auftreten her war das mit Sicherheit nicht die schlechteste Leistung. Wir kassierten das 0:1 nach einer Ecke. Das kann passieren, soll aber nicht passieren. Dann hatten wir eine Druckphase, in der wir die eine oder andere Chance hatten, die wir nicht nutzen konnten. Wir hatten ein bisschen Pech mit dem Lattenschuss und kriegen dann gefühlt im Gegenzug das 0:2. Selbe Situation, nur, dass der Ball von der Latte nicht nach draußen springt, sondern ins Tor. Wir waren trotzdem phasenweise auf Augenhöhe, aber man muss natürlich über 90 Minuten auf Augenhöhe sein, um bestehen zu können. Am Ende des Tages hört sich das 0:5 nach einer Rutsche an. Ist es auch irgendwo, aber Forstinning ist für uns nicht der Gradmesser. Voller Fokus liegt jetzt auf Zorneding, die kommen am Samstag zu uns. Da müssen wir gegen den direkten Konkurrenten liefern, um den Anschluss nicht zu verlieren. Im Großen und Ganzen ist der Spieltag nicht gut für uns gelaufen, weil der Rest unten auch ein klein wenig gepunktet hat. Aber wir haben noch genügend Spiele, um das geradezurücken.“

Ampfings Abteilungsleiter Uwe Dragosin war nach fünf Spielen ohne Sieg froh, im Flutlichtderby gegen den TSV Peterskirchen einen Dreier eingefahren zu haben: „Wir haben schon bessere Spiele absolviert, aber grundsätzlich sind wir schon zufrieden, weil sich die Mannschaft sehr engagiert gezeigt hat.“

Sportbund Rosenheim-Trainer Patrick Zimpfer hatte nach der dritten Bezirksliga-Pleite in Folge gegen TSV Dorfen nicht viel zu sagen: „Verdiente Niederlage, wir hatten zu wenig Zugriff. Dank Ari Hadzija und Sanel Sehric sind wir dennoch lange im Spiel geblieben. Am Ende war es aber eine verdiente Niederlage. Wir brauchen eine Leistungssteigerung gegen Holzkirchen, die aus einem wahnsinnigen Lauf kommen.“

Dem SV Bruckmühl gelang gegen den SV Miesbach der Befreiungsschlag, allerdings mit einem faden Beigeschmack, wie auch Coach Mike Probst nach Spielende erklärte: „Es war in einem intensiven Spiel aufgrund unserer Effizienz vor dem gegnerischen Tor ein verdienter Sieg und eine Fortsetzung der guten 70 Minuten gegen Töging. Wir dürfen die drei Aluminiumtreffer des Gegners, der alles versucht hat, nicht vergessen, werden aber sicherlich nicht das Haar in der Suppe suchen. Extrem bitter ist die Sprunggelenksverletzung von Maximilian Gürtler ohne Fremdeinwirkung, wir müssen jetzt die Untersuchungen abwarten.“

Auch der FC Töging, um Coach Robert Berg, konnte trotz eines Platzverweises in Waldperlach die Negativserie von sechs sieglosen Spielen stoppen: „Wir haben eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und uns einen verdienten Sieg erkämpft. Wir waren defensiv stabil und haben uns immer wieder mal gute Chancen erspielt, die wir aber in der ersten Hälfte nicht verwerten konnten. Die Führung war dann schon hochverdient. Nach dem unnötigen Revanchefoul und der Roten Karte von Alexander Huber mussten wir schon leiden, aber wir haben das als Team sehr gut gemeistert. Kompliment an die Mannschaft für sehr wichtige drei Punkte.“

Trotz langer Überzahl gelang es dem SV Aschau/Inn nicht, mehr als einen Punkt aus Zorneding zu entführen. Spielertrainer Thomas Deißenböck sagt dazu: „Die ersten 25 Minuten waren echt gut. Wir hatten auch die ein oder andere Chance, hätten in Führung gehen können oder müssen. Danach kam bis zur Halbzeit von uns nicht mehr viel. Ansonsten haben wir es eigentlich gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit war das ganze Spiel total neutralisiert. Die Rote Karte hätte uns eigentlich helfen sollen, wir haben es aber nicht gut gemacht. Wir haben einfach nicht gut Fußball gespielt, um uns da Chancen rauszuspielen. Wir konnten tatsächlich noch froh sein, dass wir nicht das 0:1 kassieren, weil Zorneding zwei, drei gefährliche Konter hatte. Das 0:0 geht für beide Seiten in Ordnung und entspricht dann auch dem Spielverlauf.“

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