Inn/Salzach – Bruckmühls Coach Mike Probst beschrieb den Sieg gegen den SV Waldperlach – das sechste Spiel in Folge ohne Niederlage – folgendermaßen: „Es waren überlebenswichtige Punkte, darüber brauchen wir gar nicht zu reden. Genau das hatten wir uns auch vorgenommen. Selten haben wir in der ersten Halbzeit ein Spiel gesehen, in dem wir so viele Ballgewinne hatten und wirklich so griffig in den Zweikämpfen waren. Aber leider haben wir uns das natürlich auch wieder selbst niedergerissen. Wir haben zu langsam gespielt, zu viele Ballverluste und zu viele kleine Fehler gehabt, mit denen wir uns immer um den Lohn der gewonnenen Zweikämpfe gebracht haben. Gott sei Dank sind wir in Führung gegangen. Wir hatten in der zweiten Halbzeit durchaus noch Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Das habe ich ihnen auch in der Kabine auf das Butterbrot geschmiert. Die letzten Spiele waren vom Niveau her alle in Ordnung. Aber ein Mosaiksteinchen hat gefehlt und das war ganz einfach die Chancenverwertung. Aber ein Tor reicht für drei Punkte, wenn man zu null spielt. Somit war es ein dreckiger Sieg, der in unserer Situation nicht unverdient und sehr, sehr wertvoll ist.“
Aschaus Spielertrainer Thomas Deißenböck war nach der 1:4-Niederlage beim SV Miesbach auch aufgrund der Leistung des Schiedsrichters mehr als unzufrieden: „Glückwunsch an Miesbach zu einem auch in der Höhe verdienten Sieg! Wir haben viel zu viele Fehler gemacht und den Gegner praktisch zum Toreschießen eingeladen. Leider konnten wir zu keiner Zeit an die Leistung aus der Vorwoche anknüpfen. Hinzu kommt eine fragwürdige Leistung des Schiedsrichters, der eine glasklare Notbremse des Gegners mit der Begründung: ‚Ich kann nicht nach zehn Minuten einen Platzverweis aussprechen!‘, nicht geahndet hat. Diese Ausrede gilt für den Schiedsrichter scheinbar generell für die erste Halbzeit, da er auf unserer Seite kurz vor dem Halbzeitpfiff eine klare Notbremse nur mit Gelb bestraft hat. Das war die klassische Konzessionsentscheidung, die auf beiden Seiten für kollektives Kopfschütteln gesorgt hat. Es ist immer schade, dass Spiele nicht durch die Mannschaften, sondern äußere Einflüsse entschieden werden. Soll nicht heißen, dass das der ausschlaggebende Grund war. Fakt ist, dass Miesbach klar besser war. In der zweiten Halbzeit haben wir alles probiert, aber leider hat es nicht zu mehr als einem Tor gereicht.“
FC-Töging-Übungsleiter Robert Berg kritisierte – trotz des deutlichen 6:2-Siegs über den TSV Siegsdorf – seine Schützlinge: „Gefühlt befinden wir uns zu Beginn jeder Halbzeit im Tiefschlaf. Damit machen wir es uns selbst schon die ganze Saison über extrem schwer. Ansonsten haben wir es aber heute ganz gut gemacht und uns die drei Punkte verdient.“
Siegsdorf-Teammanager Markus Wendlinger versuchte nach der zehnten Niederlage die richtigen Worte zur äußerst prekären Lage zu finden: „Die Jungs wollten. Das kann man ihnen nicht absprechen. Am Ende des Tages muss man sagen, dass wir einfach eine junge Mannschaft sind. Wir zahlen im Augenblick extrem viel Lehrgeld. Da geht uns ein bisschen die Cleverness, die Erfahrung, die Mentalität ab. Wir machen eben gerade diesen Generationenwechsel durch. Wir haben ein paar Granden verloren in den letzten Jahren, die wir jetzt auch sukzessive zu kompensieren versuchen, was natürlich nicht von heute auf morgen funktioniert. Das ist uns in Siegsdorf natürlich auch allen bewusst.“
Ampfing-Interimscoach Burim Djimsiti war nach dem 3:1-Sieg im traditionsreichen Duell gegen den Sportbund Rosenheim äußerst erfreut: „Ein verdienter Heimsieg durch eine klare Leistungssteigerung und mannschaftliche Geschlossenheit.“ Er äußerte sich auch über den frühen Rosenheimer Platzverweis: „Das erste Foul war klar Gelb, bei der zweiten Situation hat der Schiri noch ein Auge zugedrückt und dann war es ein klares taktisches Foul, da muss der Schiedsrichter noch mal Gelb ziehen.“
Auf der Gegenseite war Rosenheims Trainer Patrick Zimpfer, der während des Spiels die Rote Karte sah, sauer auf den Schiri und auch auf Gastgeber Ampfing: „Heute war das ein Skandal, wie der Schiedsrichter das Spiel entschieden hat. Was hier abgelaufen ist, hatte mit sportlicher Fairness wenig zu tun. Die Entscheidungen waren absolut einseitig, das haben selbst Zuschauer von Ampfing mir so gesagt. Ich hätte von Ampfing sowohl sportlich als auch mit dem Drumherum mehr erwartet: Vor Ort wird man weder begrüßt noch eingeteilt, der Rasen wurde 45 Minuten vor Anpfiff gemäht und hatte danach noch Fahrspuren. Das war natürlich für beide Mannschaften gleich schlecht, aber es hätte andere Plätze gegeben, die besser gewesen wären. Der Schiedsrichter wollte aber unbedingt im Stadion spielen. Zudem hat mich der BFV-Ticker sehr geärgert, mit unsportlichen Kommentaren.“