Burghausen – Das Duell der Bender-Zwillinge, Lars gegen Sven, ist das Thema der Fußball-Regionalliga Bayern zum Vorrundenabschluss, wenn der SV Wacker Burghausen am heutigen Freitag um 19 Uhr die SpVgg Unterhaching erwartet. Doch die Protagonisten wollen von dem ganzen Wirbel wenig wissen und widmen sich vielmehr der sportlichen Brisanz des Duells.
„Während des Spiels ist es mir relativ egal, wer auf der anderen Seite steht“, macht Hachings Coach Sven Bender klar, dessen Team nach zwei Niederlagen die Tabellenführung an den 1. FC Nürnberg II abtreten musste. Und auch Burghausens Geschäftsführer Andreas Huber positioniert sich eindeutig: „Für uns ist es nicht das vielumworbene Duell der Bender-Zwillinge, sondern vor allem ein Spiel zweier Top-Mannschaften der Regionalliga Bayern.“
Die Ausgangslage ist klar: Mit 33 Punkten rangiert der Drittliga-Absteiger vier Ränge und sechs Zähler vor den Gastgebern, die es zuletzt mit der 1:3-Niederlage in Ansbach verpasst haben, sich in der absoluten Spitzengruppe festzusetzen. Sehr zum Ärger von SVW-Coach Lars Bender: „Wir wollen uns als Team beweisen und zeigen, dass wir nach der erfolgreichen Serie zuvor und dem anschließenden Dämpfer in Ansbach sofort wieder in die Spur zurückfinden.“
Die Gastgeber, als einziges Team der Liga zu Hause noch ungeschlagen, stehen unter großem Druck. Obwohl sie die Nachholpartie am 5. Dezember beim FC Bayern München II in der Hinterhand haben, wollen sich die ambitionierten Salzachstädter nicht aus dem Titelrennen verabschieden. Ein Sieg ist wichtig, um die Spannung für die vier verbleibenden Spiele bis zur Winterpause und die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen gegen Aubstadt und Nürnberg hochzuhalten. Lars Bender betont, dass seine Mannschaft die Energie der Fans nutzen soll. Daher bot Wacker eine Freikartenaktion für regionale Vereine, Schulen, Kindergärten, soziale Einrichtungen, Sponsoren und Vereinsmitglieder an. Die überwältigende Resonanz verspricht eine lautstarke und stimmungsvolle Kulisse. Das Duell der Bender-Zwillinge wird zudem im Livestream bei BR24Sport übertragen.
Personell können beide Seiten fast aus dem Vollen schöpfen. Unabhängig vom heutigen Sieger gibt es bereits elf Tage später Gelegenheit zur Revanche: Am 18. November treffen die Teams im bayerischen Toto-Pokal-Viertelfinale erneut aufeinander.mb