Jana Pfann ist erneut Weltmeisterin

von Redaktion

Mit acht Punkten Vorsprung: Kunstradfahrerin holt sich den Titel nach 2022 zum zweiten Mal

Göppingen – Jana Pfann hat sich den Weltmeistertitel im Einer-Kunstradsport der Frauen zurückgeholt. Nach einer souveränen Qualifikation setzte sich die Fahrerin der Soli Bruckmühl im Finale mit 190,92 Punkten überzeugend und unangefochten durch und sicherte sich damit die Goldmedaille sowie das begehrte Regenbogentrikot.

Die Stimmung in der mit rund 4000 Zuschauern ausverkauften EWS-Arena in Göppingen war großartig. Die kompakte Halle erwies sich als idealer Austragungsort für die Hallenradsport-Weltmeisterschaften. Moderator und Veranstalter Jens Zimmermann sorgte mit einem abwechslungsreichen Programm aus artistischem Kunstradsport und spannenden Radballspielen über drei Tage hinweg für beste Unterhaltung.

Die Disziplin 1er Frauen bildete den Abschluss der Weltmeisterschaft – und sie versprach Spannung pur, vor allem nach der äußerst knappen WM-Qualifikation. In der Vorrunde eröffnete Vroni Koch mit aufgestellten 200,10 Punkten den Wettbewerb. Nach einem sauberen Lenkerhandstand in der Wechselrunde stürzte Koch beim Reitsitzsteiger rückwärts und fand nicht mehr ins Programm zurück – trotz gelungener Höchstschwierigkeiten. Mit 148,03 ausgefahrenen Punkten blieb sie deutlich unter ihren Möglichkeiten und verpasste das Finale. Damit war der Weg frei für Pfann. Die Teamkollegin konterte mit aufgestellten 200,50 Punkten und einem starken Auftritt. Sie zeigte, trotz eines abgebrochenen Sattellenkerhandstands in der halben Wechselrunde, ein sauberes und flüssiges Programm und ging mit 184,14 Punkten strahlend von der Fläche. Neben ihr qualifizierten sich Alessa Hotz (Schweiz, 174,91 Punkte), Lorena Schneider (Österreich, 170,89 Punkte) und Magdalena Müller (Italien, 154,17 Punkte) für das Finale.

Bis auf Schneider konnten sich alle Finalistinnen nochmals steigern. Nachdem Hotz als vorletzte Starterin mit starken 182,58 Punkten abschloss, trat Pfann als letzte Fahrerin selbstbewusst und mit erhobenem Haupt aus dem Einlauftunnel. Sie erhöhte ihre Schwierigkeit auf rund 197 Punkte und präsentierte ein nahezu perfektes, flüssiges Programm. Mit 190,92 Punkten erzielte sie eines der besten WM-Ergebnisse überhaupt und ging nach einer Ehrenrunde unter tosendem Applaus überglücklich von der Fläche. Damit holte die Weltmeisterin von 2022 und Vizeweltmeisterin von 2023 den Titel eindrucksvoll zurück. Vizeweltmeisterin wurde Alessa Hotz, Bronze ging an Lorena Schneider mit 167,93 Punkten.

„Eigentlich wollte ich dieses Jahr gar nicht fahren, weil es irgendwie nicht so lief, wie ich wollte. Dass es jetzt so geendet hat, ist einfach unbeschreiblich“, sagte Pfann auf dem Weg zur Siegerehrung. Anschließend tanzte sie jubelnd durch die Halle, begleitet von frenetischem Applaus und mehreren Laola-Wellen des begeisterten Publikums.

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