Fatih Ingolstadt mit null Punkten

von Redaktion

FUSSBALL Die Herbstrunde der Bezirksligen Nord, Ost und Süd bietet auch einige Kuriositäten

Rosenheim – Die Winterpause in den oberbayerischen Fußball-Bezirksligen bietet die Gelegenheit, in ein paar Kategorien einen kleinen Dreiervergleich vorzunehmen. Wer hätte zum Beispiel gewusst, dass der TSV-DJK München die unfairste der 48 Mannschaften ist, dass Ex-Bayernligist BCF Wolfratshausen der Absturz in die Kreisliga droht, dass der FC Fatih Ingolstadt noch keinen einzigen Punkt ergattern konnte oder dass Alexander Kaltner (MTV München) in der Herbstrunde sensationelle 23 „Buden“ gemacht hat? All das und vieles mehr gibt’s in Form einer kleinen Herbstrunden-Bilanz aus den Gruppen Nord, Ost und Süd.

Die Aufstiegsanwärter: Die meisten Punkte aller 48 oberbayerischen Bezirksligisten sammelte Ost-Spitzenreiter VfB Forstinning (44). Auch der FC Aschheim (38) und der frühere Bayernligist TuS Holzkirchen (33) haben als Zweiter beziehungsweise Dritter dieser Staffel noch gute Aufstiegschancen. Im Süden liegt der SC Olching (42) vor dem SV Planegg-Krailling (39) an der Spitze. Weitere Teams wie etwa der Rangdritte 1. FC Penzberg müssen erst eine Aufholjagd starten, um tatsächlich an die 6. Liga anklopfen zu können. Die große Sensation ist jedoch Nord-Tabellenführer SV Walpertskirchen (38 Punkte), der vor fünf Jahren noch in der Kreisklasse unterwegs war. Die Mannen aus der 2000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Erding führen das Klassement vor dem ASV Dachau (34), dem Ex-Regionalligisten VfR Garching und dem SV Nord-Lerchenau (beide 33) an. Im Norden dürften es diese vier Mannschaften bleiben, die sich letztlich um die attraktiven Positionen eins und zwei streiten. Den besten Punkteschnitt aller oberbayerischen Bezirksligisten hat Olching mit 2,5 Zählern pro Partie. Die Mannschaft von Trainer Felix Mayer verabschiedete sich vor wenigen Wochen gleich mit einem 8:0-Kantersieg gegen den Ex-Bayernligisten BCF Wolfratshausen in die Winterpause.

Die Top-Torjäger: Der momentane König der drei oberbayerischen Bezirksligen ist in der Landeshauptstadt zu Hause: Alexander Kaltner (MTV München) ließ es in der Süd-Staffel schon satte 23-mal krachen. Dominik Bacher vom 1. FC Penzberg (21) und Aleksandar Demonjic vom SV Planegg-Krailling (17) sind im Kampf um die Kanone seine schärfsten Verfolger. Auf 17 Einschüsse bringt es auch Nord-Top-Goalgetter Dominik Besel (SV Nord-Lerchenau), der mit fünf Treffern Vorsprung vor Nico von Swiontek Brzezinski (TSV Gaimersheim) in Front liegt. Dahinter teilen sich mit Christian Käser (SV Walpertskirchen), Mike Niebauer (VfR Garching) und Joshua Steindorf (SE Freising) drei elffache Torschützen den dritten Rang. Mike Opara von Spitzenreiter VfB Forstinning und Josef Sontheim vom SV Miesbach haben im Osten jeweils 15-mal geknipst und führen somit gemeinsam das Klassement an. Den dritten Rang belegt hier der Aschheimer Antonio Saponaro mit 13 „Kisten“. Mit dem eiskalten Kaltner können die „Ost-Bomber“ allerdings nicht ganz mithalten.

Die Gruppenwechsler: Mit der SpVgg Altenerding, dem FC Moosinning und dem FC Langengeisling spielen gleich drei Ost-Bezirksligisten der vergangenen Saison heuer im Norden. Wie dieses Trio aktuell im Vergleich zur Vorjahres-Abschlusstabelle dasteht, ist durchaus kurios: Altenerding, das vergangene Saison erst in der Relegation – mit je zwei Siegen gegen den ASV Habach und die SpVgg Feldmoching – den Abstieg in die Kreisliga vermeiden konnte, schlägt sich als derzeitiger Fünfter ganz hervorragend und hat sogar Chancen auf den Sprung in die Landesliga. Dagegen stürzte der Vorjahresdritte „Geisling“ auf den drittletzten Platz ab und weist schon sieben Zähler Abstand zum rettenden Ufer auf. Auch für Moosinning ging’s ein wenig nach unten: von Position vier auf den achten Rang.

Die Abstiegskandidaten: Mindestens elf Teams sind im Osten noch gefährdet, am stärksten die beiden Kellerkinder TSV Siegsdorf und TSV Ebersberg. Im Norden sind’s etwa genauso viele, wobei es für Laternenträger FC Fatih Ingolstadt (0 Punkte aus 17 Partien und 9:74 Tore) am düstersten aussieht. Die Relegationszone bilden – von unten nach oben – der TSV Ober-/Unterhaunstadt, FC Langengeisling, SVA Palzing und TSV- DJK München. Im Süden scheinen nur neun Teams so richtig gefährdet zu sein, allen voran der BCF Wolfratshausen als Letzter mit nur vier Zählern. Auch der SV Polling, TSV Geiselbullach, VfL Denklingen und SV Ohlstadt – dieses Quartett müsste, Stand jetzt, in die Relegation – müssen noch gewaltig zittern.

Die bösen Buben: Die sind beim TSV Ampfing (Ost), SV Untermenzing (Süd) und TSV-DJK München (Nord) zu Hause. Die Schweppermänner sahen in 17 Begegnungen 52-mal Gelb, viermal Gelb-Rot und dreimal Rot, Untermenzing bringt es in 18 Spielen auf eine 50/1/4-, der TSV-DJK München in 18 Partien auf eine 62/10/3-Bilanz – und gewinnt damit den „Rustikalpreis“ aller oberbayerischen Bezirksligisten. Fairste Mannschaften sind hingegen der SV Waldperlach (Ost/17 Spiele/36/2/0), 1. FC Penzberg (Süd/18 Spiele/29/ 1/0) und ASV Dachau (Nord/ 17 Spiele/28/0/1).cs

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