Krakau – Für den Rock’n‘-Roll-Club Rosenheim (RRCR) hat es beim internationalen Saisonabschluss noch einen Höhepunkt gegeben. Beim Final World Cup der Einzelpaare sowie bei der Weltmeisterschaft der Girl-Formationen in Krakau (Polen) ging der Verein mit zwei Tanzpaaren und einer Formation an den Start.
Der Weltcup der Paare wurde im K.o.-Modus ausgetragen. Für den RRCR tanzten Veronika Megyesi und Christian Gartmeier in der A-Klasse sowie Anita Ryznik und Mark Sasvari in der B-Klasse. Nach der Vorrunde traten jeweils zwei Paare gegeneinander an – nur die Sieger eines Duells gelangten eine Runde weiter. Dieser Modus wurde bis zum Finale fortgeführt.
Für Ryznik/Sasvari lautete das Ziel, erstmals unter die besten 16 und damit in den K.o.-Modus einzuziehen. Das Duo startete stark, musste jedoch in der Mitte der Kür einige Fehler hinnehmen, die zu hohen Punktabzügen führten. Mit Platz 20 blieb das Weiterkommen verwehrt. Dennoch konnten sich die beiden über die beste Platzierung im deutschen Starterfeld freuen.
Megyesi/Gartmeier waren als Top Sechs der Weltrangliste für die Runde der besten 16 gesetzt und stiegen direkt in den K.o.-Modus ein. Die erste Begegnung gegen ein tschechisches Paar entschieden sie souverän für sich. In der nächsten Runde warteten dann ausgerechnet ihre direkten deutschen Konkurrenten aus Königs-Wusterhausen. Doch auch dieses Duell gewann das Rosenheimer Duo deutlich. Im Halbfinale hat das Losglück Megyesi/Gartmeier endgültig verlassen, denn dort trafen sie auf die frisch gekürten Weltmeister aus der Ukraine. Mit einer kämpferischen und sauberen Runde machten sie es den Favoriten zwar schwer, mussten sich aber knapp geschlagen geben. Im Duell um Platz drei gegen ein polnisches Paar ließen sie anschließend nichts mehr anbrennen: Mit einer ausdrucksstarken Performance sicherten sie sich die Bronzemedaille.
Für die Rosenheimer Formation „Dancing Roses“ folgte noch das große Highlight: die Weltmeisterschaft der Girl-Formationen. Für die jungen Tänzerinnen war es die erste Teilnahme an einem internationalen Turnier, entsprechend groß war die Aufregung. Das erklärte Ziel: sich vor der nationalen Konkurrenz aus Obertrübenbach zu platzieren, die ihnen bei der deutschen Meisterschaft noch knapp den Titel vor der Nase weggeschnappt hatte. In der Vorrunde zeigten die Dancing Roses eine dynamische, ausdrucksstarke Darbietung und lagen tatsächlich vor Obertrübenbach. Für den direkten Einzug reichte es dennoch nicht, sodass die Hoffnungsrunde über das Weiterkommen entscheiden musste. Dort steigerten sich die Rosenheimerinnen noch einmal, mussten sich jedoch der starken osteuropäischen Konkurrenz geschlagen geben und verpassten den Sprung ins Halbfinale. Allerdings ließen die Dancing Roses den amtierenden deutschen Meister deutlich hinter sich und schlossen ihr WM-Debüt stolz und zufrieden ab.