Der aktuell erfolgreichste Leichtathlet der Region

von Redaktion

Maximilian Berger gewinnt den deutschen Cross-Cup – Vereinswechsel absolviert – Trainingslager in Portugal soll den Weg weisen

Tuntenhausen – Der erfolgreichste regionale Leichtathlet der Männer-Hauptklasse ist im Jahr 2025 Maximilian Berger aus Tuntenhausen gewesen. Neben zwei deutschen Meistertiteln gewann er nun auch noch den deutschen Cross-Cup.

Der Start ins Jahr 2025 fiel für den regionalen Top-Läufer zweifelsohne nicht positiv aus, denn eine Oberschenkel-Überbelastung bremste ihn zum Saison-Start komplett aus. Doch der ehrgeizige Athlet rappelte sich wieder zur Bahn-Saison auf und landete zwei große Erfolge. Bei der deutschen Langstaffel-Meisterschaft in Hamburg sicherte er sich den fünften Platz über 3×1000 Meter der Männer mit dem LSC Höchstadt/Aisch. Für die nationalen Titelkämpfe der Männer qualifizierte er sich zudem für den 1500-Meter-Lauf und schied dort knapp im Halbfinale (19.) aus. Bayerischer Meister wurde er sowohl über 800 Meter als auch im 1500-Meter-Lauf.

Der ganz große Fokus stand in den letzten beiden Monaten vor allem auf dem Crosslauf, denn bereits im Vorjahr wurde Maximilian Berger hier deutscher Meister bei den Junioren U23. „Auf jeden Fall ist der Cross das, was mir sehr viel Spaß macht“, so der Sportler, „seit dem letzten Jahr war ich noch mehr motiviert“. Ein wenig düster war für den angehenden Fachlehrer für Sport, Werken und IT allerdings, dass er letztes Jahr im Zuge seines nationalen Titels nicht für die Crosslauf-Europameisterschaft in das deutsche Nationalteam berufen wurde. „Mit einem ausdrucksstarken Kommentar in den sozialen Medien hatte ich mich letztes Jahr darüber beschwert und meine Nicht-Nominierung hatte sich prompt so aufgeschaukelt, dass sie sogar an höchster Stelle beim Deutschen Leichtathletik-Verband landete.“ Deshalb führte der DLV heuer erstmals echte Normen ein, um eine gewisse Gerechtigkeit von Cross-Nominierungen in die Tat umzusetzen. Die neuen Normen richten einen aktuellen Blick auf die läuferischen Leistungen auf der Bahn, ebenso wie eine Platzierung in der Top-Drei bei deutschen Meisterschaften. „Erst dann wirst du auf eine Cross-EM mitgenommen“, erzählt Berger, der bei den deutschen Crosslauf-Meisterschaften Ende November in Darmstadt weitere große Erfolge feierte: Auf der Mittelstrecke der Männer überraschte er mit seiner ersten Einzelmedaille. „Ich wollte eigentlich nur in die Top-Acht kommen, deshalb war die gewonnene Bronzemedaille eigentlich nie im Kalkül. Im Streckenverlauf hat einfach alles komplett gepasst“. Berger weiter: „Das war meine erste Medaille bei den Aktiven. Das ist ein Zeichen für mich, dass ich mich Stück für Stück bei den Männern nun etabliere und gegen die schweren Gegner besser zurechtkomme.“ Obendrauf wurde er auf der Langstrecke Achter und sicherte sich gleich zwei deutsche Mannschaftstitel mit dem LSC Höchstadt/Aisch auf beiden Distanzen.

Mit nur zwei erfolgreichen Teilnahmen bei Wertungsläufen zum deutschen Cross-Cup im November in München und Pforzheim sammelte der 23-Jährige insgesamt 2240 Punkte. Dies reichte, um den Cup erstmals zu gewinnen – allerdings muss er sich den Triumph mit dem punktgleichen Cross-EM-Teilnehmer Jens Mergenthaler von der LG farbtex Nordschwarzwald teilen. Der Tuntenhausener hätte sogar die Chance gehabt, dass er den Cup alleine gewinnt: Beim letzten Wertungslauf in Weinstadt/Baden-Württemberg musste er aber wegen einer leichten Verletzung (Achillessehnenprobleme) auf einen Start verzichten.

Positiv blickt Berger nun in das Sportjahr 2026. Bis zum 11. Januar bestreitet er ein Trainingslager im portugiesischen Monte Gordo mit zahlreichen anderen Lauf-Partnern, zumal parallel hier auch der Nationalkader vertreten ist. „Nach Portugal geht es, weil hier bestmögliche Trainingsmöglichkeiten und mit knapp 20 Grad Celsius ein gutes Klima herrschen“, weiß der erfahrene Läufer. Danach bestreitet er eine Hallen-Saison die auf die Strecken 1500 und 3000 Meter ausgelegt ist. Er befindet sich schon jetzt in einer sehr starken Verfassung: „Meine Grundlagenform ist auf hohem Niveau, um lange Distanzen sehr gut durchzubringen.“

Für Berger kommt im Jahr 2026 übrigens auch ein Vereinswechsel hinzu: Vom LSC Höchstadt/Aisch bildet er zusammen mit seinen bisherigen Vereinskameraden den neuen Club „Franconia Athletics“. Dieses neue Vereinsmodell verfügt über ein besseres Modell an Förderung für Einzelsportler. „Es ist für mich irgendwie spannend, ein Teil in der frühen Phase zu sein“, sagt er. „Wir Sportler formen hier unseren neuen Verein und wir erstellen die Rahmenbedingungen“. Diese neuen Strukturen und Konzepte sollen ein professionelleres Auftreten als bisher versprechen und dies sei im Zuge einer Fördergesellschaft finanziell abgesichert. „Dieser neue Verein braucht Zeit, um sich aufzubauen, deshalb ist noch alles offen“, weiß Berger, der mit seinen bisherigen Team-Kollegen natürlich sportlich die besten Rahmenbedingungen hat.

Artikel 1 von 11