Starbulls verlieren: „Neffin hat Nein gesagt“

von Redaktion

Rosenheim bleibt nur ein Punkt beim DEL2-Jahresfinale gegen Regensburg – 2:3 nach Penaltyschießen

Rosenheim – Die Charakteristik der Dezember-Spiele der Starbulls Rosenheim in der DEL2 ähneln sich: Rückstand, Aufholjagd und ein Resultat mit einem Tor Unterschied, oftmals mit der Entscheidung erst nach der regulären Spielzeit. Das letzte Spiel des Jahres 2025 gegen die Eisbären Regensburg machte da keine Ausnahme. Diesmal mussten sich die Mannen von der Mangfall aber geschlagen geben, sie unterlagen mit 2:3 nach Penaltyschießen.

Der Spielfilm: Zwar endete das erste Drittel noch torlos, es hatte aber so den Anschein, als hätten die Starbulls die Niederlage aus dem Bietigheim-Spiel noch nicht aus den Trikots geschüttelt. Regensburg war irgendwie besser im Spiel und hatte die beste Gelegenheit, während auf Rosenheimer Seite Sebastian Zwickl noch geblockt wurde und Scott Feser an Goalie Jonas Neffin scheiterte.

Im zweiten Drittel fielen dann die Tore – und erst einmal war Regensburg an der Reihe. Kevin Slezak wurde von Jeremy Bracco vor dem Tor angespielt und verwertete souverän, beim zweiten Gäste-Tor war es Bracco selbst, der die Freiräume nutzte und einschoss. Beide Male waren Rosenheimer Scheibenverluste vorausgegangen, einmal spielte Feser in den Rücken von Jordan Taupert, beim zweiten Mal landete der Pass von Charlie Sarault bei en Gästen. Aber Rosenheim kann ja Aufholjagd, und so sorgten Dominik Kolb und Dominik Tiffels noch vor der Drittelpause für den Ausgleich. Kolb fälschte perfekt ab, während Tiffels zur Stelle war, als Neffin einen Knaller von Teemu Pulkkinen nicht festmachen konnte.

Danach beruhigte sich das Spiel erst einmal wieder. Rosenheim hatte dann die Oberhand, die Oberpfälzer mussten wohl dem erhöhten Tempo zu Beginn des zweiten Abschnitts etwas Tribut zollen. Den Starbulls gelang es allerdings auch nicht mehr, Neffin zu bezwingen. Das war dann auch in der Verlängerung nicht der Fall. Vielmehr musste Starbulls-Goalie Christopher Kolarz einige Male sein Können auspacken, um die Hausherren ins Penaltyschießen zu bringen. Dort scheiterten Sarault und Stretch für Rosenheim, während Regensburgs Kontingentstürmer Bracco und Corey Trivino verwandelten.

Die Schlüsselszene: Zwei Überzahlspiele hatten die Starbulls im letzten Drittel und nach der gelungenen Aufholjagd das Momentum auf ihrer Seite. Weil das Powerplay aber einmal mehr versagte, blieb am Ende nur der eine Zähler. „Bei Unterzahl ist der Torwart der wichtigste Spieler und Neffin war wieder der beste Mann auf dem Eis“, meinte Coach Jari Pasanen.

Zum Lachen: Wieder einmal haben die Starbulls einen Zwei-Tore-Rückstand wettgemacht. Nach dem 0:2 konnten sie noch im Mitteldrittel egalisieren. Diese ständigen Aufholjagden kosten aber auch immens viel Kraft.

Zum Weinen: 42 Schüsse haben die Starbulls aufs Tor der Gäste abgefeuert, nur zwei waren drin. „Wir wollten von der Mitte schießen, haben dem Torwart aber die Augen nicht genug weggenommen“, so Pasanen.

Der Spieler der Spiels: Dominik Tiffels. Der Verteidiger ist einer der unbesungenen Helden im Starbulls-Team. Gründlich in der Abwehrarbeit und umsichtig im Spielaufbau. Und durchaus auch mit guten Szenen in der Offensive: Erzielte den 2:2-Ausgleich und war auch beim ersten Rosenheimer Treffer mit einem Zuspiel beteiligt.

Das war los mit: Ville Järveläinen. Der beste Torschütze der Starbulls war beim Aufwärmen zwar kurz mit auf dem Eis, musste dann aber abbrechen und konnte nicht am Spiel mitwirken. Muskuläre Probleme waren der Grund. „Wir mussten dann noch einmal alles umschmeißen“, meinte Pasanen.

Das sagen die Trainer: Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „Im ersten Drittel war es schwer für uns, in die Gänge zu kommen. Die zwei Gegentore waren unnötig. Die letzten 30 Minuten haben dann uns gehört. Wir haben viel Druck gemacht. Kein Vorwurf an die Mannschaft, die Jungs haben alles rausgeholt. Ich hatte gedacht, dass wir das Spiel drehen, aber Neffin hat Nein gesagt.“

Peter Flache, Eisbären Regensburg: „Das war eine tolle Atmosphäre. Wir sind gut gestartet, die ersten 30 Minuten waren gut. Mit den Strafen haben wir aufgehört zu laufen. Wir haben dann aber sehr gut verteidigt.“

Die Spielstatistik: Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg 2:3 nach Penaltyschießen (0:0, 2:2, 0:0, 0:0, 0:1). Starbulls: Kolarz (Müller) – Hanna, Tiffels; Adam, Vollmayer; Van der Linde, Keussen – Feser, Zerter-Gossage, Taupert; Zwickl, Stretch, Pulkkinen; Dietz, Sarault, Musin; Kolb, Calce, Beck.

Tore: 0:1 (22.) Slezak/Bracco, Trivino, 0:2 (28.) Bracco/Naud, Kindopp – PP1, 1:2 (34.) Kolb/Hanna, Tiffels, 2:2 (40.) Tiffels/Pulkkinen, Sarault, 2:3 Bracco (Penaltyschießen).

Schiedsrichter: Wölzmüller und Kalnik; Strafminuten: Rosenheim 12, Regensburg 26; Zuschauer: 4425 (ausverkauft).

Das nächste Spiel: Auch das neue Jahr beginnt mit einem bayerischen Duell – und zwar mit dem Rchtigen! Am Freitag um 19.30 Uhr empfangen die Starbulls den niederbayerischen Erzrivalen EV Landshut zum Derby im Rofa-Stadion.

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